IHK-Rheinhessen – Business Ladies Lunch am 21. März 2019 um 12 Uhr

In Kooperation mit dem VdU LV Pfalz / Saar (Verband deutscher Unternehmerinnen) lädt die IHK-Rheinhessen zum Business Ladies Lunch ein! Zielgruppe dieses Netzwerkformat sind Frauen in der Selbständigkeit, in Führungspositionen, Gründerinnen und Multiplikatoren in der Region Rheinhessen. Aber auch Männer dürfen sich anmelden.

Der Business Ladies Lunch findet statt am
21. März 2019 von 12.00 – 14.00 Uhr
im Großen Saal der
Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen,
Schillerplatz 7,
55116 Mainz.

Es erwartet Sie eine Diskussion zum Thema „Unternehmerischer Lebenszyklus – Aufbau, Ausbau, Übergabe! Was muss ich berücksichtigen, wenn ich lange erfolgreich bleiben möchte?“ sowie anschließendes Netzwerken bei einem gemeinsamen Mittagsimbiss.

Nähere Informationen zum Programm sowie die Anmeldung finden Sie auf der Webseite zur Veranstaltung.

https://ihk-event.de/190321_businessladieslunch

Ihre Ansprechpartnerin:
Lisa Haus | Tel: 06131 262-1703
lisa.haus@rheinhessen.ihk24.de

CONTENTshift: Accelerator fördert die besten Content-Start-ups – Bewerbung jetzt

Wettbewerb führt Start-ups, Branchenunternehmen und Investoren zusammen / Gründer können sich ab sofort bewerben / Förderprogramm beginnt am 1. Juli 2019

Der CONTENTshift-Accelerator sucht die besten Geschäftsmodelle von Start-ups der Buch- und Medienbranche. Das internationale Programm der Börsenvereinsgruppe führt Investoren, Gründer und Experten der Branche zusammen. Gemeinsam diskutieren sie neue Ideen und entwickeln sie weiter. Die Gründer erhalten dabei die Gelegenheit zur Validierung ihres Geschäftsmodells und Kontakte aus einem Netzwerk hochrangiger Entscheider. Die etablierten Unternehmen profitieren vom direkten Kontakt zu und Austausch mit den Start-ups sowie dem kuratierten Zugang zu neuen Ideen. Start-ups aus aller Welt können sich ab sofort und bis zum 15. Mai bewerben.

„Seit 2016 zeigt CONTENTshift, dass unsere Branche nah dran ist an den aktuellsten Tech-Entwicklungen und -Trends. Die Gewinner-Geschäftsmodelle der vergangenen Jahre beschäftigten sich mit Künstlicher Intelligenz, Chatbots, mit der Verbindung von digitaler und analoger Welt und Collaboration. Auch im vierten Jahr seines Bestehens wird der Accelerator Bühne und Sprungbrett sein für die vielversprechendsten Start-ups der Content-Branchen“, sagt Detlef Büttner, Vorstandsmitglied des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Geschäftsführer der Lehmanns Media GmbH und Jury-Mitglied des CONTENTshift-Accelerators.

Branchenunternehmen beteiligen sich finanziell am Accelerator und erhalten damit einen Platz in der Jury sowie direkten Kontakt zu den Start-ups. Dieses Jahr unterstützen u.a. die Buchhandlungen Hugendubel und Thalia, die Ravensburger Gruppe und Karger Publishers das Programm. Die Börsenvereinsgruppe gewährleistet mit Unterstützung professioneller Berater, dass die teilnehmenden Unternehmen aus einem Pool qualifizierter Start-ups schöpfen können. Weitere europäische Medienverbände unterstützen den Accelerator.

Für die fünf ausgewählten Kandidaten beginnt das Förderprogramm am 1. Juli 2019. Im Laufe des Wettbewerbs werden die Start-ups umfassend gecoacht und von Experten beraten. Die Jury besteht aus den sponsernden Unternehmen und Vertretern der Börsenvereinsgruppe. Kern des Wettbewerbs sind gemeinsame Workshop-Tage für Jury und Start-ups Anfang September. Auf der Frankfurter Buchmesse finden die abschließenden Pitches und die Preisverleihung statt, bei der am 17. Oktober 2019 das Content-Start-up des Jahres gekürt und mit 10.000 Euro gefördert wird.

Website mit detailliertem Programm und Bewerbungsmöglichkeit: www.contentshift.de
Twitter: @ShiftingContent
Hashtag: #cosh19

„Founder Summit“- 5000 Gründer, Speaker und Aussteller treffen sich Ende April 2019 im RheinMain CongressCenter Wiesbaden

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

29.April 2019:
5000 BESUCHER FEIERN DEN 4. FOUNDER SUMMIT 2019, EUROPAS GRÖSSTES GRÜNDERTREFFEN IN WIESBADEN

Zum größten Mega-Event für die Gründerszene des Rhein-Main-Gebiets verspricht das diesjährige – in vierter Auflage – veranstaltete „Founder Summit“ zu werden. Vom 27.4. bis 28.4.2019 werden laut Veranstalter rund 5000 Jungunternehmer, Investoren, Top-Speaker, Startup´s und interessierte, lernwillige Menschen im RheinMainCongressCenter erwartet.  Wochenendtickets gibt es ab 99 Euro.

„Founder Summit“ gehört nachweislich zu den größten Speaker-Plattformen Europas mit Top Referenten, die auf sieben Themencampussen zu zahlreichen aktuellen Themen rund um die neue Gründerkultur für einen außergewöhnlichen Wissenstransfer sorgen werden.
In der Pitcharena wird angehenden Gründern die Gelegenheit geboten, vor potenziellen Investoren zu pitchen und so eventuell Geldgeber für ihre Ideen zu finden.
Zusätzlich wird es erstmals eine Expo-Area mit 200 Ausstellern und einem eigenen Stage mit einem hochkarätigen Zusatz-Programm geben.

Zum zweiten Mal wird der “Next Level Award” verliehen, weswegen alle Teilnehmer aufgefordert werden, für ihre Favoriten zu voten. Die Nominierten findet man auf der offiziellen Website.

Das Event Wochenende, bei dem sich Gründungs-Aspiranten, erfolgreiche & aufstrebende Unternehmer, Aussteller und Teilnehmer aus der gesamten DACH Region unter Gleichgesinnten austauschen können, dürfte zu dem Gründer-Highlight 2019 werden.

Siehe auch: Jobidee.de

Das komplette Programm  und anmelden unter:
https://www.entrepreneur-university.de/

Die Eventlocation für den 27.04. & 28.04.2019
RMCC – RheinMain CongressCenter
Friedrich-Ebert-Allee 1
65185 Wiesbaden

13. AUFSCHWUNG-Messe für Existenzgründer und junge Unternehmen am 26. Februar 2019 in Frankfurt

aufschwung-logoFrankfurt am Main, 19.11.2018. Am 26. Februar 2019 findet von 9:30 – 18:00 Uhr die 13. AUFSCHWUNG-Messe und Kongress für Existenzgründer und junge Unternehmen in Frankfurt statt. Die AUFSCHWUNG ist Leitmesse und Treffpunkt für 3.000 Existenzgründer, Startups, junge Unternehmen, Entrepreneure und Intrapreneure. Hier trifft sich die Gründer- und Startup-Szene der stärksten Wirtschaftsregion Deutschlands, der Metropolregion FrankfurtRheinMain mit über 5 Millionen Einwohnern.

„Entdecke die Startups!“ heißt es auf der AUFSCHWUNG 2019. Mehr als 100 neue Konzepte aus ganz Deutschland – so viele wie nie zuvor – präsentieren sich dem Publikum: in der Startup Area der Messefläche, in Startup Pitches, Gründertalks, Podiumsdiskussionen, Camp Fires, Speaker‘s Corner und Matchmaking Events. Die AUFSCHWUNG ist „The place to be“ für innovative Unternehmensgründer und jene, die mit ihnen zusammen arbeiten wollen.

300 Experten an Messeständen und in 50 Programmpunkten informieren, wie Existenzgründer und junge Unternehmen erfolgreich durchstarten können. Ein Tag, ein Ort – mit positiven Auswirkungen auf ein ganzes Unternehmerjahr. Hier werden wichtige Kontakte geknüpft und gepflegt, neue Geschäfte angebahnt, Erfahrungen ausgetauscht, spannende Impulse gesetzt. Und nicht zuletzt Motivation getankt und Wissen aufgefrischt.

Zielgruppe der AUFSCHWUNG-Messe sind alle, die eine Gründung planen oder frisch gegründet haben, sowie Unternehmer in den ersten fünf Jahren ihrer Geschäftstätigkeit. Weiterhin sind Unternehmer eingeladen, die neue Geschäftsbereiche aufbauen, Entrepreneure und Intrapreneure sowie Experten und Multiplikatoren der Gründer- und Unternehmerszene. Ob Gewerbetreibender oder Freiberufler, ob Neben- oder Vollerwerbstätiger, ob Student oder 50+, ob Gastronom oder E-Business-Anbieter, ob Franchisenehmer oder Unternehmensnachfolger, ob Startup oder Einzelunternehmen – alle finden vor Ort passende Ansprechpartner und Informationen.

Partner der AUFSCHWUNG-Messe 2019 sind die IHK Frankfurt am Main, die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und die Hessen Trade & Invest GmbH. Medienpartner sind Deutschlands großes Gründermagazin StartingUp und das Portal für Business-Ideen best-practice-business.de. Messeveranstalter ist die beewell Business Events GmbH.

Der Eintritt zur AUFSCHWUNG-Messe und Kongress inklusive aller Programmpunkte beträgt 20 EUR. Mehr Informationen gibt es unter www.aufschwung-messe.de.

IHK-Frankfurt

FrankfurtRheinMain in Zahlen 2019 – Gutes Klima für Gründer

Pascal Lindemann vom Spin-off-Unternehmen „LIME medical“ bei der Präsentation des neuartigen Fingertherapiegerätes vor den Juroren der Wirtschaftswoche.
Pascal Lindemann vom Spin-off-Unternehmen „LIME medical“ bei der Präsentation des neuartigen Fingertherapiegerätes vor den Juroren der Wirtschaftswoche.

Wie die IHK Frankfurt in ihrem aktualisierten Datenflyer „FrankfurtRheinMain in Zahlen 2019″ mitteilt, profitieren die Unternehmen in FrankfurtRheinMain auf im neuen Jahr von der stabilen Konjunktur und guten Standortbedingungen.
Zudem wächst FrankfurtRheinMain: Die Zahl der im Handelsregister eingetragenen Unternehmen ist im Vergleich zu 2017 um über zwei Prozent auf 121.427 gestiegen, was Frankfurt und das RheinMainGebiet zudem auch als beliebte GründerRegionen auszeichnet. Seit 2014 stiegen die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigtenverhältnisse kontinuierlich auf mittlerweile über 2,2 Millionen an. Die zahlreichen Hochschulen in der Metropolregion ziehen Studierende aus dem In- und Ausland an, 2018 allein fast 244.000. Aus diesem Fachkräftepool gewinnen die Unternehmen unter anderem ihre dringend benötigten Fachkräfte.
„Die Unternehmen schätzen die gute Anbindung an das überregionale Straßennetz und die Nähe zum Flughafen mit über 1.300 Flugbewegungen am Tag. Aufgrund des internationalen Charakters der Region siedeln sich ausländische Unternehmen gerne hier an: Alleine aus China und den USA sind derzeit laut der Internationalen Standortmarketinggesellschaft FRM GmbH mehr als 2.500 Unternehmen mit einem Standort vertreten“, berichtet Dr. Gunther Quidde, Geschäftsführer des IHK-Forums Rhein-Main.

Internationale Startup-Konferenz unter Beteiligung der Goethe-Universität

Am 19. und 20. März 2019 findet die „Global InsurTech Roadshow“ erneut in Frankfurt statt

FRANKFURT. In Zusammenarbeit mit „InsurTech Asia“ hat die Goethe Business School an der Goethe-Universität im März 2018 die erste Ausgabe einer internationalen Startup-Konferenz zum Thema Versicherungstechnologien am Campus Westend erfolgreich organisiert. Am 19. und 20. März 2019 kehrt die „Global InsurTech Roadshow“ dieses Mal mit dem Länder-Fokus auf Israel in ihrer zweiten Auflage nach Frankfurt zurück. Ausrichter ist dieses Mal das Frankfurter TechQuartier, ein 2016 gegründetes Startup- und Innovations-Hub, an dem heute die Goethe-Universität, die TU Darmstadt, die Stadt Frankfurt sowie das Land Hessen über die WiBank beteiligt sind. Die Goethe Business School ist weiter unterstützend tätig.

Zum Auftakt der zweitätigen Veranstaltung präsentieren junge internationale Gründer aus dem Bereich Versicherungstechnologien („InsurTechs“) ihre digitalen Geschäftsmodelle in sogenannten Pitches. Auf den Gewinner wartet der „Goethe InsurTech Award“, der am Abend in Anwesenheit von Gabriel Bernardino, Präsident der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung, vergeben wird. Am zweiten Tag diskutieren Experten in Workshops die neuesten digitalen Erkenntnisse im Bereich Blockchain, Künstliche Intelligenz und Versicherungen gegen Cyberkriminalität. Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich mit Versicherern, Beratern, Anbietern digitaler Dienste, Investoren, Entscheidern und vielen mehr zu vernetzen. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Hessischen Wirtschaftsministers.

Während 2018 die asiatischen Versicherungstechnologien im Vordergrund standen, stellen sich 2019 Startups aus über 20 Ländern vor, darunter insbesondere InsurTechs aus Israel sowie der große israelische Startup-Verband „InsurTech Israel” mit seinem Gründer und Geschäftsführer Kobi Bendelak. Der Präsident der Israelischen Versicherungsaufsicht, Dr. Moshe Bareket, wird die regulatorische Fragestellungen im Umgang mit InsurTechs darstellen und beleuchten.

„Wir versuchen, extrem junge und innovative internationale InsurTechs auf die Bühne zu bringen, die – im Idealfall – bei uns in Frankfurt ihren ersten öffentlichen Auftritt haben”, so Dr. Moritz Finkelnburg, Gründer der „Global InsurTech Roadshow“ und InsurTech-Berater des TechQuartier. „Natürlich wird unsere Veranstaltung auch in Zukunft ihren einzigartigen universitären und familiären Charakter behalten. Wir wollen in dieser besonderen universitären Atmosphäre nachhaltige Kontakte zwischen Entscheidern der traditionellen Wirtschaft und den jungen Kreativen ermöglichen, digitales Verständnis schaffen und Netzwerke etablieren.”

Neben seinem starken Engagement in der lokalen Startup-Szene liegt eine der Hauptaufgaben des TechQuartier darin, Schnittstelle zwischen Unternehmen des Finanzsektors und dem digitalen Ökosystem zu sein: „Wir freuen uns, die kommende ‚Global InsurTech Roadshow‘ zu begleiten. Nach intensiver Aufbauarbeit der Frankfurter FinTech-Szene in den vergangenen beiden Jahren bietet sich mit der Veranstaltung eine ausgezeichnete Gelegenheit, den Schulterschluss mit der Versicherungsbranche zu suchen und unsere Erfahrungen und Erfolgsmodelle für die InsurTech-Szene zu öffnen”, so Dr. Sebastian Schaefer, Geschäftsführer des TechQuartier. „Unser Ziel ist es, den Austausch beider Industrien zu fördern und den etablierten Unternehmen mit ihren Mitarbeitern eine Anlaufstelle für den Beginn ihrer digitalen Reise zu bieten.“

Weitere Informationen, Übersicht über Jury, Moderatoren und Redner sowie Bewerbungen über: www.gir19.com

Frankfurter Industrieabend in der IHK Frankfurt am Main

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Die Bedeutung der Industrie für die Metropolregion FrankfurtRheinMain ist weiterhin ungebrochen: Im Verarbeitenden Gewerbe finden etwa 380.000 Menschen einen Arbeitsplatz, das Netzwerk Industrie – die Industrie gemeinsam mit ihren Dienstleistern – beschäftigt sogar über 1,1 Millionen Menschen. Rund 50 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind somit Teil dieser für das Wachstum und die Zukunftsfähigkeit der Region so bedeutenden Branche.

Die Industrie selbst schaut überwiegend positiv in die Zukunft. Alleine im IHK-Bezirk Frankfurt am Main schätzen laut Umfrage der IHK Frankfurt am Main beachtliche 65 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut ein. Auch mit einem hohen Investitionsvolumen der Industrie in den nächsten Monaten ist laut der Umfrage zu rechnen. Dagegen verringern sich die Erwartungen der Unternehmen an den Export erneut deutlich. Grund dafür sind die anhaltenden Unsicherheiten im internationalen Handel.

„Traditionell ist die deutsche Industrie stark im Export. Daher sind unsere Unternehmen besonders von zunehmendem Protektionismus und den internationalen Herausforderungen, die insbesondere der Brexit mit sich bringt, betroffen. Die Unternehmen müssen sich neu sortieren und längst überwundene Themen wie Zölle oder Einfuhrbeschränkungen mit Großbritannien ausloten. Die damit einhergehenden Unsicherheiten schlagen auf die Stimmung bei den Unternehmen durch. Wir raten unseren Mitgliedern deswegen, sich so gut es geht auf einen harten Brexit einzustellen und sich so unabhängig wie möglich zu machen von den Ergebnissen der EU-Großbritannien-Verhandlungen“, sagte IHK-Präsident Prof. Dr. Mathias Müller. Doch auch der schnell voranschreitende digitale Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft fordere die Industrie heraus und verschärfe die Probleme, die die internationalen Umbrüche mit sich brächten. „Etablierte Unternehmen müssen heute ihre ganze Kraft und Aufmerksamkeit für die Erhaltung ihrer Wettbewerbsfähigkeit in einer immer stärker durch Plattformen dominierten Wirtschaft aufbringen. Neue Handelshemmnisse kommen da einfach zur Unzeit“, so Prof. Dr. Müller weiter.

Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, betonte, dass die Stadt Frankfurt am Main das Verarbeitende Gewerbe mit dem Master-plan Industrie auf mehreren Handlungsfeldern unterstützt. „Die Industrie hat für Frankfurt mit seinen vielfältigen Branchen einen enorm hohen Stellenwert. Sie ist das Fundament und der Ursprung unseres Wohlstands. Diese Branche weiterzuentwickeln und den Standort dafür aktiv und attraktiv zu gestalten, ist daher ein zentrales Anliegen der Stadt. Zahlreiche Projekte des Masterplans Industrie wie die Fortschreibung des Gewerbeflächenentwicklungsprogramms und Frankfurt Forward zur Vernetzung von Industrieunternehmen und Startups befinden sich aktuell in der Umsetzung.“ Gleichwohl spielen gerade im Kontext des Brexit auch die Finanzinstitute und Dienstleister eine wichtige Rolle und es sollen weitere Unternehmen für Frankfurt gewonnen werden.
Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht. Und diese Branchenvielfalt, eine besondere Stärke von FrankfurtRheinMain, hat eine weitere positive Auswirkung. „Insgesamt wird die Region durch den Brexit weit weniger stark betroffen sein, als im Bundesdurchschnitt. Die negativen Effekte für die Industrie werden durch die positiven Effekte in der Finanzwirtschaft fast ausgeglichen“, sagte Prof. Gabriel Felbermayr, Leiter des ifo Zentrum für Außenwirtschaft. In der von der IHK Frankfurt am Main in Auftrag gegebene ifo-Studie zu den Auswirkungen des Brexit auf die Region kommen die Autoren zu dem Schluss, dass das Bruttoinlandsprodukt in der Region bei einem Szenario „harter Brexit“ gerade einmal um 0,17 Prozent einbricht und bei einem „weichen Brexit“ sogar nur um 0,08 Prozent.
Dr. Holger Cartsburg, Geschäftsführer von Rolls-Royce Deutschland, zeichnete dem Publikum abschließend ein Bild davon, welche Herausforderungen auf international agierende Unternehmen durch die Unklarheiten im internationalen Wirtschaftssystem hinsichtlich neuer Zölle oder Handelsbeschränkungen zukommen.
Der Frankfurter Industrieabend ist die zentrale Veranstaltung in Frankfurt, um der Industrie die Wertschätzung entgegenzubringen, die ihrer weitreichenden und vielfältigen Bedeutung entspricht. Gemeinsam laden die Stadt Frankfurt am Main und die IHK Frankfurt am Main jedes Jahr hochrangige Vertreter aus der Frankfurter Wirtschaft, aus Industrie, Handwerk sowie Gewerkschaften, Verbänden und Politik ein. Der Frankfurter Industrieabend findet abwechselnd im Frankfurter Römer und in der IHK Frankfurt am Main statt. Am 6. Dezember 2018 war die IHK Gastgeber für rund 160 interessierte Teilnehmer.

IHK-Frankfurt

Rheinland-Pfalz: Bewerbungsstart für neues Gründungsprogramm „startup innovativ“

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Gründerinnen und Gründer können sich ab sofort auf das neue Gründungsprogramm „startup innovativ“ bewerben. Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing hatte das Programm im Oktober präsentiert. Mit dem neuen Angebot stellt Wissing die Gründungsförderung im Land deutlich breiter auf.

„Ab sofort können Interessierte sich für das neue „startup-innovativ“-Programm bewerben!“ Das hat Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt. „Ich hoffe auf viele spannende Bewerbungen, die zeigen, wie ideenreich und vielfältig die rheinland-pfälzische Gründerszene ist“, sagte Wissing. „Wir erweitern die Gründungsförderung im Land, damit aus guten Ideen spannende Unternehmen werden.“

Mit „startup innovativ“ können in Rheinland-Pfalz erstmals auch solche Gründungen gefördert werden, die aufgrund digitaler Möglichkeiten neue Geschäftsmodelle hervorbringen, aber nicht unbedingt neue Produkte oder Technologien entwickeln (große Beispiele sind Uber, Mytaxi oder Airbnb). Die Landesregierung stellt die Förderung von Startups damit deutlich breiter und flexibler auf.

Mit „startup innovativ“ fördert das Wirtschaftsministerium innovative Gründungen bis zum fünften Jahr nach Unternehmensstart mit mindestens 10.000 Euro bis maximal 100.000 Euro. Die Bewerbungsphase endet am 28. Februar 2019. Die Bekanntgabe der Vorhaben, die eine Förderung erhalten, soll im Frühjahr 2019 erfolgen. Das Programm ist als Wettbewerb ausgestaltet, sodass die Gründer mit der Auszeichnung auch werben können.

Zur Bewerbung geht es hier: https://gruendungsinitiative.rlp.de/de/gruenderservice/wettbewerbe/#c91212

Startup der Universitätsmedizin Mainz beim Hessischen Gründerpreis ausgezeichnet – LENICURA ist Preisträger in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“

„16. Hessischer Gründerpreis - Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ am 7.11.2018 im RheinMain CongressCenter. (vlnr.:) Arend Poppner, Dr. Andreas Hafner und Dr. Katharina Reinhard (LENICURA), Lukas Naab und Matthias Bay (MindsMedical) Dr. Dennis Albert & Leonard Beck (Standsome) sowie Laudator Dr. Oliver Franz, Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden. Foto: Diether v. Goddenthow
„16. Hessischer Gründerpreis – Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ am 7.11.2018 im RheinMain CongressCenter. (vlnr.:) Arend Poppner, Dr. Andreas Hafner und Dr. Katharina Reinhard (LENICURA), Lukas Naab und Matthias Bay (MindsMedical) Dr. Dennis Albert & Leonard Beck (Standsome) sowie Laudator Dr. Oliver Franz, Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden. Foto: Diether v. Goddenthow

(Mainz, 19. November 2018, ok) Beim 16. Hessischen Gründerpreis am Mittwoch, 7. November, wurde das Startup der Universitätsmedizin Mainz LENICURA in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ als Preisträger ausgezeichnet. Das junge Unternehmen hat die erste physikalische Therapie zur Behandlung der chronischen Akne inversa entwickelt und diese Anfang 2017 auf den Markt gebracht: Die LAight-Therapie wird durch eine auf die Besonderheiten der Akne inversa angepasste, speziell entwickelte Dokumentations-Software ergänzt, vernetzt ambulante Anwender interdisziplinär und bietet den Anwendern und Patienten zusätzlichen Service. Laut Jury handelt es sich um einen innovativen Ansatz zur ganzheitlichen Betrachtung der systemischen Erkrankung.

„Gründungen erneuern und beleben unsere Wirtschaft; Mut, Unternehmergeist und Kreativität sind ihre wichtigsten Ressourcen“, betonte der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir bei der Verleihung des Hessischen Gründerpreises 2018 im RheinMain CongressCenter in Wiesbaden. Vor diesem Hintergrund sei es der Hessischen Landesregierung ein zentrales Anliegen, Gründer auf vielfältige Weise von der Beratung bis zur Finanzierungshilfe auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. „Mit unserer Start-up-Initiative profilieren wir Hessen als Gründerland, um noch mehr talentierte junge Leute zu uns zu holen“, fügte der Hessische Wirtschaftsminister hinzu, der als Schirmherr der Veranstaltung fungierte.

Die Preisträger wurden aus 131 Bewerbern durch eine Jury ausgewählt und standen bei den Hessischen Gründertagen am 7. November zur Wahl. LENICURA konnte mit seiner neuen Behandlungsmethode der Akne inversa, die innovativ durch digitale Vernetzung sinnvoll ergänzt wird, überzeugen. Rund ein Prozent der Bevölkerung leidet hierzulande an Akne inversa, einer Hauterkrankung, welche oft erst spät diagnostiziert und sich bislang nicht zufriedenstellend ambulant behandeln ließ. Vor diesem Hintergrund untersuchte Univ.-Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz von der Hautklinik der Universitätsmedizin Mainz in den Jahren 2015 bis 2016 in der sogenannten NICE-Studie die Wirksamkeit einer Kombinationstherapie aus speziellen Lichtspektren und Radiofrequenz. Damit trug sie maßgeblich zur Zulassung der Therapie bei, deren Entwicklung das Gründertrio Dr. rer. nat. Andreas Hafner, Dr. rer. pol. Katharina Reinhard und Arend Poppner – als Gesellschafter von LENICURA – unter dem Namen LAight® vorangetrieben hatte. LAight zeichnet sich durch die Anwendbarkeit auf alle Schweregrade der Erkrankung aus und ist damit für die frühen Stadien der Erkrankung die einzige für die Indikation Akne inversa zugelassene Behandlungsmethode.

„Preisträger beim Hessischen Gründerpreis zu sein gibt uns die Gelegenheit, die Erkrankung Akne inversa stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken. Ohne Kenntnis über diese schwere chronische Hauterkrankung gibt es kein Verständnis für die Beschwerden und Einschränkungen, unter denen Betroffene oft stark leiden und die zu sozialer Isolation führen können. Noch immer vergehen sieben bis neun Jahre bis zur korrekten Diagnose – ein viel zu langer Zeitraum, in dem sich Betroffene allein gelassen fühlen und keine adäquate Hilfe erhalten. Wir möchten den betroffenen Menschen aber nicht nur mit einer effektiven Therapie helfen, sondern auch der Stigmatisierung entgegenwirken, die entzündlichen und eitrigen Hauterkrankungen anhaftet“, resümiert Arend Poppner über LENICURAs Teilnahme am Gründerwettbewerb. Ein Preisgeld gibt es bei der prestigeträchtigen Auszeichnung nicht.

„Neben den Wissenschaftlern der Hautklinik Mainz begleitet auch das Gründungsbüro der Universitätsmedizin Mainz das LENICURA-Team seit Beginn. Die Erfolge der langjährigen, aktiv gelebten Kooperation zeigen sich nun in verschiedenen Bereichen“, betont der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann.

Bildunterzeile: Das Foto „Hessischer Gründerpreis“ zeigt die Preisträger der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ von links: Arend Poppner, Dr. Andreas Hafner und Dr. Katharina Reinhard (LENICURA), Lukas Naab und Matthias Bay (MindsMedical) Dr. Dennis Albert & Leonard Beck (Standsome) sowie Laudator Dr. Oliver Franz, Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden,

16. Hessische Gründerpreis geht an junge Unternehmen aus Darmstadt, Fulda, Rüsselsheim, Neuhof und Falkenberg

Die die mutigen Gründer Kai Nüchter und Oliver Heil aus Neuhof (Landkreis Fulda) freuen sich über den 16. Hessischen Gründerpreis für ihr aus Arbeitslosigkeit und Krankheit heraus gestarteten Unternehmen VeloCulTour. in der Kategorie "Mutige Gründungen" hier mit Moderator Dirk Wagner (r.), den Finalisten-Preisträgern Sebastian Schulz, Maldaner Coffee Roasters. (li.), und Nils Wiegand, Seemannstod-Streetwear, Fulda. © Foto: Diether v. Goddenthow
Die  mutigen Gründer Kai Nüchter und Oliver Heil aus Neuhof (Landkreis Fulda) freuen sich über den 16. Hessischen Gründerpreis für ihr aus Arbeitslosigkeit und Krankheit heraus gestarteten Unternehmen VeloCulTour. in der Kategorie „Mutige Gründungen“ hier mit Moderator Dirk Wagner (r.), den Finalisten-Preisträgern Sebastian Schulz, Maldaner Coffee Roasters. (li.), und Nils Wiegand, Seemannstod-Streetwear, Fulda. © Foto: Diether v. Goddenthow

Glanzvolle Verleihung des 16. Hessischen Gründerpreises am 7.11.2018 im Wiesbadener RheinMain-CongressCenter an junge Unternehmen aus Neuhof, Falkenberg, Darmstadt, Fulda und Rüsselsheim

Die „Fachtagung der hessischen Gründungsförderer“ im neuen RheinMain CongressCenter Wiesbaden hatte am 7.11.2018 noch bis 16 Uhr gedauert. Hier hatten sich bis mittags die zwölf Finalisten mit kurzen Pitches nochmals den Experten zur Endausscheidung anlässlich der Verleihung des 16. Hessischen Gründerpreises beim abendlichen Festakt präsentiert. Der fand zum 5. Mal unter der Schirmherrschaft des Hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir statt in den vier Kategorien: „Mutige Gründung“, „Gesellschaftliche Wirkung“, „Innovative Geschäftsidee“ und neu: „Gründung aus der Hochschule“. Musikmultitalent Andre Coluccelli verzauberte  mit seiner großartigen Soul-Stimme und beliebten Rock-Pop-Klassikern, während HR-Moderator Dirk Wagner den Abend in ein spannendes Gründerkultur-Event verwandelte. Oberbürgermeister Sven Gerich, der Gastgeber, begrüßte die gut 300 Gäste und freute sich, dass auch 22 Gründer aus Wiesbadener unter den insgesamt 131 Bewerbungen waren.

Gut 300 Gäste feierten die Gewinner und Finalisten des 16. Hessischen Gründerpreises im neuen Rhein-Main CongressCenter. © Foto: Diether v. Goddenthow
Gut 300 Gäste feierten die Gewinner und Finalisten des 16. Hessischen Gründerpreises im neuen Rhein-Main CongressCenter. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Mutige Gründung“ – Bike-Service mit Online-Shop
Geschichten und gelebte Visionen machten den Hessischen Gründerpreis zu etwas ganz Besonderem, und er sei sicher, dass „wir auch heute wieder Gründer erleben werden, die uns eine lange Zeit im Gedächtnis bleiben werden – alle, die heute hier sind, die wir nachher sehen werden, sind visionär, innovativ und mutig “, sagte Gründerpreis-Schirmherr Tarekt Al Wazir, Laudator der Finalisten in der Kategorie „Mutige Gründung“. Aufgrund der niedrigsten Arbeitslosenquote seit 1980 und der höchsten, jemals in Hessen gemessen Zahl sozialversicherungspflichtiger Jobs, seien nicht nur die Gründerzahlen ein wenig gesunken, sondern auch die „Notgründungen“, wie sie noch vor 10, 12 Jahren aufgrund des Nichtvorhandenseins ausreichender sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze häufiger geschahen. Mit 131 Einreichungen hätten sich aber noch nie so viele Gründerinnen und Gründer um den Hessischen Gründerpreis beworben wie in diesem Jahr. Die Unternehmen, die sich beworben hätten, stünden zusammen für 1206 Arbeitsplätze, also im Schnitt 11,3 Arbeitsplätze je Unternehmen, welches sich am Hessischen Gründerpreis beworben habe. Alleine die 12 Finalisten stünden für 126 Arbeitsplätze, zog Al Wazir eine positive Job-Bilanz der hessischen Gründer, die allesamt viel Mut bewiesen hätten. Ihn habe immer schon ganz besonders die Kategorie „Mutige Gründung“ interessiert. Denn er hätte nicht den Mut ein Unternehmen zu gründen. Und auf Dirk Wagners Frage hin, was wohl leichter sei, ein Unternehmen oder eine neue Regierung zu gründen, räumte der Minister ein, wohl eine Regierung, jedenfalls darin hätten sie (Anm. der Red.: Grüne und CDU) doch schon mehr Erfahrung.

Schirmherr Tarek Al Wazir, Hessischer Wirtschaftsminister. © Foto: Diether v. Goddenthow
Schirmherr Tarek Al Wazir, Hessischer Wirtschaftsminister. © Foto: Diether v. Goddenthow

Der Mut zu gründen, sei etwas sehr Elementares. Mut habe jemand, der zum Beispiel nach einer langen Krankheit gründe, oder wer bereit sei, in einem schwierigen Bereich mit kranken und älteren Menschen zu gründen, oder wer als junger Mensch ein Unternehmen und damit die Verantwortung für Angestellte und deren Familien übernehme. Mutig sei aber auch, „nach Beendigung eines Angestelltenverhältnisses sich einer komplett neuen Herausforderung zu stellen, als Einzelunternehmer neue eigene Wege zu gehen. Viele träumten von einem eigenen Unternehmen, „mutig ist es dann, auch die Wege mit Hürden und Herausforderungen zu beschreiten“, so der Wirtschaftsminister, der einmal mehr deutlich machte, wie sehr die Wirtschaft, die Gesellschaft Gründer brauche, da diese als Unternehmen von morgen die Arbeitsplätze schafften und immer wieder dafür sorgten, „dass das Neue entsteht“. Bei aller Unterstützung, die Gründer-Initiativen, das Ministerium, Kammern usw. zur Verfügungen stellten, sei es jedoch allein der Gründer selbst, der ein Unternehmen aufbaue. „Und da kann ihnen auch niemand helfen, da sind wir wieder beim Mut!“, so der Wirtschaftsminister, der die mutigen Gründer Kai Nüchter und Oliver Heil aus Neuhof (Landkreis Fulda) mit ihrem Unternehmen VeloCulTour (Service und Online-Shop rund um Bikes (www.velocultour.com) als Sieger in der Kategorie Mutige Gründung auszeichnete. Weitere Urkunden erhielten Nils Wiegand für sein Modelabel Seemannstod, Fulda und Spezialitätenkaffeeröster Sebastian Schulz, für Maldaner Coffee mit fair gehandeltem Kaffee, Wiesbaden.

Kai Nüchter und Oliver Heil (VeloCulTour) beim Interview mit Dir Wagner.© Foto: Diether v. Goddenthow
Kai Nüchter und Oliver Heil (VeloCulTour) beim Interview mit Dir Wagner.© Foto: Diether v. Goddenthow

Nein, es sei keine Sekundenentscheidung gewesen, so Kai Nüchter auf Dirk Wagners Frage nach dem magischen Moment der Gründung: Aber es kam „einfach auch beruflich dazu, dass mir schlichtweg gekündigt wurde, ich meinen Job verlor und zudem einen Bandscheibenvorfall hatte, und wir uns fragten: wie es weitergehen soll. Das war so der Schritt, unsere Idee auch umzusetzen“, so der Gründerpreis Gewinner glücklich bewegt, der gemeinsam mit Oliver Heil inzwischen erstklassige E-Bike-Modelle, auch im Leasing, Firmenveranstaltungen und alles Mögliche rund um Fahrrad anbietet und dabei ist, für sein funktionierendes Konzept Franchisenehmer zu finden.

 „Gesellschaftliche Wirkung“ – Nachhaltige Handyfertigung

Gewinner und ausgezeichneten Finalisten der 2. Kategorie Gesellschaftliche Wirkung Carsten Samuel und Rolf Waldeck (Shift Phones), Julia und Adi Akinwale (GuFiE Gesundheit Fitness), Heiko Reinholz (Kaffeerösterei Reinholz), mit Laudator Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessender Bundesagentur für Arbeit (r.) © Foto: Diether v. Goddenthow
Gewinner und ausgezeichneten Finalisten der 2. Kategorie Gesellschaftliche Wirkung Carsten Samuel und Rolf Waldeck (Shift Phones), Julia und Adi Akinwale (GuFiE Gesundheit Fitness), Heiko Reinholz (Kaffeerösterei Reinholz), mit Laudator Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessender Bundesagentur für Arbeit (r.) © Foto: Diether v. Goddenthow

Carsten Seibold und Samuel Waldeck, nach Studium und einigen Jahren Rhein-Main-Gebiet-Erfahrung wieder zurück auf’s Land in die 800-Seelen-Gemeinde Falkenberg (Nordhessen) „geflüchtet“, siegten in der 2. Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“ mit ihrer Gründung „shiftphones“, der erfolgreichen Herstellung nachhaltiger Notebooks und Handys samt Online-Vertrieb. Diese fairen „Handys“ können geöffnet, repariert und auch für einen Second-life-Geräte-Neuverkauf gebraucht zurückgegeben werden. „Mit dem modularen Konzept unserer Shift-Phones (https://www.shiftphones.com/) können wir eine Alternative zu herkömmlichen Handys bieten und den Lebenszyklus deines Smartphones deutlich verlängern“, so Samuel Waldeck beim Siegerinterview. Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, und Laudator dieser Kategorie, hätte sich nie vorstellen können, wie „Sie sich trauen, einfach in einen Markt vorzustoßen“, in dem man bei einem Blick ins Internet sofort zwischen 20 namhaften großen Handyherstellern wählen könne.

Carsten Samuel und Rolf Waldeck (Shift Phones), hier im Gespräch mit Dirk Wagner. © Foto: Diether v. Goddenthow
Carsten Samuel und Rolf Waldeck (Shift Phones), hier im Gespräch mit Dirk Wagner. © Foto: Diether v. Goddenthow

Aber letztlich sei „der Clou doch der, dass Sie keine niegelnagelneuen Ideen entwickeln, sondern auf Vorhandenes etwas draufsetzten, einen Mehrwert erzeugen, für den die Gesellschaft bereit sei, etwas zu bezahlen“, so der Laudator. „Das machen Sie nicht unbedingt aus Altruismus, weil sie schon immer die Gesellschaft besser machen wollten. Möglicherweise machen Sie das auch, um ihr Produkt abzuheben, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Das ist aber völlig legitim“, lobte Dr. Martin die Preisträger. Urkunden erhielten aus Julia und Adi Akinwale. Sie verwandelten ein leerstehendes Möbelhaus in Rödermark zum Fitness-Studio GuFiE, in dem (werdende) Mamas mit Babies und Kleinkindern sowie Senioren trainieren können. Eine weitere Urkunde erhielt Heiko Reinholz für seine nachhaltige Kaffeerösterei „Reinholz“, die in Fulda für fair gehandelten Kaffee sorgt, inzwischen so erfolgreich, dass sie mit ihrem Geschäftslokal in die Fuldaer Innenstadt umziehen konnte.

„Innovative Geschäftsidee“ – Stehpulte für Fans

Gewinner und ausgezeichnete Finalisten der 3. Kategorie „Innovative Geschäftsidee“;Leonard Beck (Standsome), Lukas Naab und Matthias Bay (MINDS-Medical), Katharina Reinhard, Andreas Hafner und Arend Poppner (LENICURA Medizintechnik), mit Laudator Dr. Oliver Franz, Bürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden. © Foto: Diether v. Goddenthow
Gewinner und ausgezeichnete Finalisten der 3. Kategorie „Innovative Geschäftsidee“;Leonard Beck (Standsome), Lukas Naab und Matthias Bay (MINDS-Medical), Katharina Reinhard, Andreas Hafner und Arend Poppner (LENICURA Medizintechnik), mit Laudator Dr. Oliver Franz, Bürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden (r.). © Foto: Diether v. Goddenthow

Rückenschmerzen und ein fehlendes Angebot an Stehschreibtischaufsätzen gaben Leonard Beck aus Rüsselsheim den Anstoß, selber Abhilfe zu schaffen. Und was mit Ausprobieren begann, führte gemeinsam mit einem Gesundheits-Experten zur Gründung von „Standsome“, einem E-Commerce Unternehmen, das nun – über den Eigenbedarf hinaus –Schreibtischaufsteller, Stehschreibtische, Stehpulte, Schreibtischkonsolen oder Ständer herstellt und online vertreibt. Kunden können nach Paketerhalt die vier „Holzplatten“ in wenigen Sekunden, ohne zu schrauben oder zu kleben, in gewünschte Positionen zusammenstecken, und fertig ist das Stehpult oder der Stehpultaufsatz.

Der Standsome-Schreibtischaufsatz zum Arbeiten am PC im Stehen, genial einfach, aber hoch innovativ, überzeugte auf dem Köngress der Gründerförderer. © Foto: Diether v. Goddenthow
Der Standsome-Schreibtischaufsatz zum Arbeiten am PC im Stehen, genial einfach, aber hoch innovativ, überzeugte auf dem Köngress der Gründerförderer. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Seit August 2017 ist das Ganze im Markt. Und täglich freuen wir uns über neuen Kunden. Unsere Kunden lieben Standsome. Deshalb nennen wir unsere Kunden auch Fans, und wir vertrauen unserer wachsenden Fan-Base, und wollen ihr nachhaltig gerecht werden. Ein Jahr am Markt, und allein 2018 haben wir schon über 500 Fans glücklich gemacht.“, so der stolze Gründerpreisgewinner Leonard Beck.

„Standsome“ sei im Sinne des Ökonomen Shumpeter eine wirkliche Innovation, so Dr. Oliver Franz, Wiesbadens Bürgermeister und Laudator der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“. Denn es handele sich um die Realisierung einer neuartigen, fortschrittlichen Lösung für ein bestimmtes Problem und, was für Shumpeter entscheidend war, um eine Bewährung am Markt, so der Laudator. Um innovativ zu sein, reiche es eben nicht aus, „nur“ eine gute Idee zu haben. „Der Erfolg eines Unternehmens, ein Markterfolg, muss am Markt jeden Tag erkämpft werden“, so der Dr. Franz, der zwei weitere Urkunden überreichte an die Finalisten Lukas Naab und Matthias Bay aus Frankfurt für ihre Gründung MINDS-Medical. Dies Unternehmen möchte mit Hilfe „künstlicher Intelligenz“ die Kodierung medizinischer Daten rationalisieren. Katharina Reinhard, Andreas Hafner und Arend Poppner wurden für ihr Wiesbadener Medizintechnik-Unternehmen LENICURA ausgezeichnet, welches mit neuartigen Methoden bei der Behandlung von Akne-Inversa und akuten Abszessen erfolgreich ist.

Gründungen aus der Hochschule – Wetterstation in Afrika u. Praktikumsjahr-Börse

Gewinner und ausgezeichnete Finalisten der 4. Kategorie „Gründung aus der Hochschule“: Kizito Odhiambo (Agribora-Wetterstation), Malte Bürger, Jan Herold und Johannes Feik (Praktikumsjahr), Khodabakhshi Shahrokh, Pouya Haschemi und Jörg Kreisel, (Raumfahrtservice HOSTmi) mit Laudator Kai Metzner, Mitglied der Geschäftsführung der Hochschule Fresenius (r.). © Foto: Diether v. Goddenthow
Gewinner und ausgezeichnete Finalisten der 4. Kategorie „Gründung aus der Hochschule“: Kizito Odhiambo (Agribora-Wetterstation), Malte Bürger, Jan Herold und Johannes Feik (Praktikumsjahr), Khodabakhshi Shahrokh, Pouya Haschemi und Jörg Kreisel, (Raumfahrtservice HOSTmi) mit Laudator Kai Metzner, Mitglied der Geschäftsführung der Hochschule Fresenius (r.). © Foto: Diether v. Goddenthow

In der erstmals in diesem Jahr neu hinzugekommenen 4. Kategorie „Gründungen aus der Hochschule“ gab es aufgrund einer Stimmengleichheit bei der geheimen Abstimmung gleich zwei Gründerpreis-Gewinner: Kizito Odhiambo aus Darmstadt wurde für sein Projekt „Agribora“ geehrt:

Kizito Odhiambo (Agribora-Wetterstation) beim Siegerinterview mit Dirk Wagner. © Foto: Diether v. Goddenthow
Kizito Odhiambo (Agribora-Wetterstation) beim Siegerinterview mit Dirk Wagner. © Foto: Diether v. Goddenthow

„Im Studium habe ich eine Wetterstation entwickelt, und wir wollen ein Netz von Wetterstationen in Ostafrika spannen. So werden wir Kleinbauern lokalisierte Wetterinformationen anbieten. Wir wollen Afrika zu einem selbsternährenden Kontinent machen“, so der in Kenia geborene Sieger, dessen Eltern mit Maisanbau einst sein Schulgeld bezahlten. Zum zweiten zeichnete Laudator Kai Metzner, Mitglied der Geschäftsführung der Hochschule Fresenius, Malte Bürger, Jan Herold und Johannes Feik für ihr Praktikanten-Netzwerk „Praktikumsjahr“ (www.praktikumsjahr.de/) aus Fulda aus. „Beim Praktikumsjahr wechselt der Schulabgänger nach dem Abschluss alle zwei Monate den Betrieb und kann so verschiedene Bereiche kennenlernen. Die Unternehmen haben die Möglichkeit, potentielle Auszubildende und spätere Mitarbeiter kennenzulernen“, so Johannes Feik über die Praktikanten-Plattform, die Schülern und Studenten sowie Unternehmen im technischen Bereich – demnächst auch bundesweit – helfen soll, einander rascher und zielgenauer zu finden.

Kai Metzner, Mitglied der Geschäftsführung der Hochschule Fresenius, überreicht Malte Bürger, Jan Herold und Johannes Feik die Siegerurkunde für „Praktikumsjahr.de“ © Foto: Diether v. Goddenthow
Kai Metzner, Mitglied der Geschäftsführung der Hochschule Fresenius, überreicht Malte Bürger, Jan Herold und Johannes Feik die Siegerurkunde für „Praktikumsjahr.de“ © Foto: Diether v. Goddenthow

Eine Urkunde dieser Kategorie erhielten auch die Darmstädter Finanlisten Khodabakhshi Shahrokh, Pouya Haschemi und Jörg Kreisel für HOSTmi, eine geplante Plattformökonomie im globalen Weltraummarkt mit der Entwicklung eines speziellen Online-Weltraum-Marktplatzes, der die Gütertransporte zwischen Raum- und Bodenstationen effizienter machen sollen. Solche Vorhaben können im beschützten Rahmen einer Hochschule ausprobiert werden. „Dazu möchte ich auch die weiteren Studierenden ermuntern, zu sagen, ‚Wir probieren das jetzt mal aus!‘“, hob Laudator Kai Metzner, Mitglied der Geschäftsführung der Hochschule Fresenius, den Vorteil von Gründungen aus einer Hochschule heraus. Er lebt in Berlin lebt, wo gründen cool sei, und „Gründer zu sein, das neue ‚Vorstandsvorsitzender von Daimler-Benz‘“ wäre. „Diese Generation möchte Startup-Unternehmer sein!“. Die tickten ganz anders, weswegen sie sich auch von Fresenius als Hochschulanbieter fragten, „was wir von diesen neuen Gründern lernen können“. Das sei eine ganze Menge, weswegen „wir das fördern“, und weswegen an allen Hochschulen, ob staatlich oder privat, Gründerzentren, Startup-Labs, Gründungsstudiengänge und ähnliches entstünden.

„Wir bilden diejenigen Menschen dort aus, die später die Jobs schaffen, wo all die anderen Studenten als Angestellte einen Job finden“. Das sei aber kein Widerspruch, so Metzner weiter, denn fragte man Unternehmenslenker, was sie von Absolventen erwarteten, „dann sagte Ihnen jeder: ‚Unternehmerisches Denken und Handeln‘! Also möchte jeder am Ende einen Intrapreneur, einen Unternehmer im Unternehmen. Eigentlich suchen wir also alle „den“ Gründer in Angestelltenform, oder eben tatsächlich in klassischer Gründungsform“, so der Laudator.

Alle Finalisten auf einen Blick:

Die Gewinner und ausgezeichneten Finalisten des 16. Hessischen Gründerpreises im Rhein-Main CongessCenter am 7.11.2018: Kai Nüchter und Oliver Heil (VeloCulTour), Nils Wiegand (Seemannstod-Streetwear), Sebastian Schulz (Maldaner Coffee Roasters), Carsten Samuel und Rolf Waldeck (Shift Phones), Julia und Adi Akinwale (GuFiE Gesundheit Fitness), Heiko Reinholz (Kaffeerösterei Reinholz), Leonard Beck (Standsome), Lukas Naab und Matthias Bay (MINDS-Medical), Katharina Reinhard, Andreas Hafner und Arend Poppner (LENICURA Medizintechnik), Kizito Odhiambo (Agribora-Wetterstation), Malte Bürger, Jan Herold und Johannes Feik (Praktikumsjahr), Khodabakhshi Shahrokh, Pouya Haschemi und Jörg Kreisel, (Raumfahrtservice HOSTmi). Mit Gastgeber Oberbürgermeister Sven Gerich, Schirmherr und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Laudatoren: Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessender Bundesagentur für Arbeit, Dr. Oliver Franz, Wiesbadener Bürgermeister, Kai Metzner, Mitglied der Geschäftsführung der Hochschule Fresenius. © Foto: Diether v. Goddenthow
Die Gewinner und ausgezeichneten Finalisten des 16. Hessischen Gründerpreises im Rhein-Main CongessCenter am 7.11.2018: Kai Nüchter und Oliver Heil (VeloCulTour), Nils Wiegand (Seemannstod-Streetwear), Sebastian Schulz (Maldaner Coffee Roasters), Carsten Samuel und Rolf Waldeck (Shift Phones), Julia und Adi Akinwale (GuFiE Gesundheit Fitness), Heiko Reinholz (Kaffeerösterei Reinholz), Leonard Beck (Standsome), Lukas Naab und Matthias Bay (MINDS-Medical), Katharina Reinhard, Andreas Hafner und Arend Poppner (LENICURA Medizintechnik), Kizito Odhiambo (Agribora-Wetterstation), Malte Bürger, Jan Herold und Johannes Feik (Praktikumsjahr), Khodabakhshi Shahrokh, Pouya Haschemi und Jörg Kreisel, (Raumfahrtservice HOSTmi). Mit Gastgeber Oberbürgermeister Sven Gerich, Schirmherr und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Laudatoren: Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessender Bundesagentur für Arbeit, Dr. Oliver Franz, Wiesbadener Bürgermeister, Kai Metzner, Mitglied der Geschäftsführung der Hochschule Fresenius. © Foto: Diether v. Goddenthow

(Diether v. Goddenthow / Rhein-Main.Eurokunst)

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