Rheinland-Pfalz: Erster Kongress zum Unternehmertum in der Kultur- und Kreativwirtschaft

Bekannte Speaker und Referenten/innen der Kultur- und GründerSzene wie Prof. Dr. Günter Faltin, Prof. Dr. Holger Simon, Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Prof. Dr. Helmut Wittenzellner, Prof. Dr. Dagmar Abfalter und Prof. Dr. Marilena Vecco eröffneten heute im Rheinland-Pfälzischen Plenarsaal (zZ. im Mainzer Landesmuseum) die Kultur- und Kreativ-Debatte mit kurzen, thesenartigen Statements. Foto: Diether v. Goddenthow
Bekannte Speaker und Referenten/innen der Kultur- und GründerSzene wie Prof. Dr. Günter Faltin, Prof. Dr. Holger Simon, Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Prof. Dr. Helmut Wittenzellner, Prof. Dr. Dagmar Abfalter und Prof. Dr. Marilena Vecco eröffneten heute im Rheinland-Pfälzischen Plenarsaal (zZ. im Mainzer Landesmuseum) die Kultur- und Kreativ-Debatte mit kurzen, thesenartigen Statements. Foto: Diether v. Goddenthow

Am 4. Juli 2019 veranstaltete das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz eine Tagesveranstaltung zum Thema „Erfolgreich Gründen und Wachsen in der Kultur- und Kreativwirtschaft“ im Landesmuseum Mainz und Landtag Rheinland-Pfalz.

Bei diesem „Creative Entrepreneurship Day“ mit einem spannenden Programm wurde der Frage nachgegangen, welche Rahmenbedingungen Kultur- und Kreativschaffende in Rheinland-Pfalz dabei unterstützen können, erfolgreich und innovativ zu sein.
Wirtschaftsstaatssekretärin Schmitt eröffnete den Kongress mit dem Hinweis, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft Veränderungs- und Innovationsprozesse in Unternehmen unterstützt. „Auch spielen kulturelle und geistige Werke für den Digitalisierungsprozess eine herausragende Rolle“, so die Staatssekretärin.
Die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft werde in dieser Rolle weiter wachsen als Partner für Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Ziel müsse es deshalb sein, an diesen Effekten stärker zu partizipieren und die Sichtbarkeit der Branche zu erhöhen.

Diskussionsrunden über Finanzierung, Förderung und Standortfaktoren in und für die Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz wurden begleitet durch inspirierende Beispiel-Projekte und vier herausragende Kreativunternehmen.

Ausgangspunkt des Kongresses ist die Erforschung und Definition des spezifischen Gründungserfolgs von Gründern und Gründerinnen in der Kultur- und Kreativwirtschaft durch das iuh. Der Fokus lag hierbei auf den individuellen Kreativgründer selbst und dessen Bedarfe und Erfahrungen.

Mit einer Debatte im Interims-Plenarsaal des Landtags Rheinland-Pfalz startete der Kongress. Expert*innen zum Thema Kulturunternehmertum waren u.a. Prof. Dr. Günter Faltin, Deutschlands bekanntester Entrepreneurship-Professor aus Berlin, und Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Initiatorin des Konzepts „Öffentliche Wissenschaft“ aus Karlsruhe. Die Debatte wurde mit Thesen aus der aktuellen landesweiten Studie zur Kultur- und Kreativwirtschaft „Creative Entrepreneurship Rheinland-Pfalz“ untermauert, die vom iuh – Institut für unternehmerisches Handeln durchgeführt und vom Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz gefördert wurde.

Mit der Veranstaltung soll das Kultur- und Kreativwirtschafts-Netzwerk in Rheinland-Pfalz einmal mehr gestärkt werden. Dabei soll, so die Veranstalter, der Austausch unter Förderinstitutionen, Akteursnetzwerken und Interessenverbänden aktiviert werden. Auch wenn die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft sehr heterogen seien, gäbe es Herausforderungen, die für alle bestehen. Dazu gehörten Finanzierung, Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und Ausbildung. Creative Entrepreneurship Rheinland-Pfalz verstehe sich daher als ein Netzwerk und eine Plattform, die einen regelmäßigen Austausch, z. B. in Form von Runden Tischen, vorantreibe

weitere Informationen:

Erneuter Bewerberrekord beim Hessischen Gründerpreis

„16. Hessischer Gründerpreis - Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ am 7.11.2018  im RheinMain CongressCenter. (vlnr.:) Arend Poppner, Dr. Andreas Hafner und Dr. Katharina Reinhard (LENICURA), Lukas Naab und Matthias Bay (MindsMedical) Dr. Dennis Albert & Leonard Beck (Standsome) sowie Laudator Dr. Oliver Franz, Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden. Foto: Diether v. Goddenthow
 Archivbild „16. Hessischer Gründerpreis – Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ am 7.11.2018 im RheinMain CongressCenter. (vlnr.:) Arend Poppner, Dr. Andreas Hafner und Dr. Katharina Reinhard (LENICURA), Lukas Naab und Matthias Bay (MindsMedical) Dr. Dennis Albert & Leonard Beck (Standsome) sowie Laudator Dr. Oliver Franz, Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden. Foto: Diether v. Goddenthow

151 junge Unternehmen haben sich beworben, 48 das Halbfinale erreicht / Frankfurt und Rhein-Main führen vor Süd- und Mittelhessen / Nordhessen stark im Halbfinale.

Gegenläufig zu den noch immer schwachen Gründungszahlen ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber um den Hessischen Gründerpreis auf einen neuen Rekord gestiegen: 151 junge Unternehmen haben sich für die vier Kategorien (Innovative eschäftsidee, Zukunftsfähige Nachfolge, Gesellschaftliche Wirkung und Gründungen aus der Hochschule) beworben, das sind rund 15Prozent mehr als 2018. Nun hat eine Jury die Bewerbungen gesichtet und für jede Kategorie jeweils die zwölf besten Unternehmen herausgefiltert. Beim Hessischen Gründerpreis zählen hier nicht nur reine Zahlen, sondern die Unternehmensgeschichte. Obwohl die Halbfinalisten – so wie alle Bewerber sowie Existenzgründerinnen und -gründer – durch ihren Mut zur Selbstständigkeit schon etwas Besonderes geleistet haben, gibt es doch immer noch mal die ganz besonderen Geschichten. So wie die von Abdul Hakim Khalily, Abdul Walid Shakib, Ahmad Rateb Amin, die als Flüchtlinge aus Syrien gekommen sind und mit ihrer 2018 gegründeten Reinigungsfirma insgesamt zwölf Arbeitsplätze bieten. Im Halbfinale ist eine bunte Mischung toller Geschäftsideen, von der mobilen Augenoptikerin über Designerschmuck aus Beton oder Bademode aus Recyclingmaterial bis hin zum Forscherteam für biotechnologische Arzneistoffe.

Großes Spektrum der Bewerberinnen und Bewerber 54 Jahre beträgt der Altersunterschied zwischen der ältesten Bewerberin um den Hessischen Gründerpreis 2019 #hgp19 und dem jüngsten Teilnehmer. Der 18-jährige Tarek Baraghith studiert an der Hochschule Fresenius und hat mit zwei Kommilitonen einen Online Parfümvertrieb gegründet. Uschi Leucht könnte schon seit Jahren im Ruhestand sein, aber das reicht der 1946 geborenen Frau aus Oberursel nicht. Nach ihrer Karriere als Werberin will sie die Gesellschaft aktiv gestalten und hat eine Update-Bank entwickelt als öffentlicher Hotspot zum Gesehen werden. Nur zwei Beispiele für das große Spektrum erfolgreicher Existenzgründungen. Knapp ein Drittel der Bewerber haben IT-lastige Geschäftsmodelle, mit jeweils rund 20 sind die Bereiche Gesundheit, Gastronomie und Lebensmittel, Mode und Heimeinrichtung sowie verschiedene Dienstleistungen ebenfalls stark vertreten. Aber auch 14 produzierende Unternehmen gehören zum Bewerberfeld, drei Handwerker und Handwerkerinnen sowie zusammen zehn Unternehmen aus den Sektoren Reise und Kosmetik.

Frauen stellen ein Drittel der Bewerbungen „Mir ist bei der Sichtung der Bewerbungen aufgefallen, dass sich 77 Existenzgründerinnen und -gründer aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis heraus selbstständig gemacht haben. Ich finde diesen hohen Anteil sehr spannend, solche Chancengründer entscheiden sich bewusst für diesen Schritt“, sagt Projektleiterin Elisabeth Neumann. „Bemerkenswert ist, dass rund ein Drittel der Bewerbungen von Frauen eingereicht wurden. Und auch der Anteil von Menschen, die vermutlich persönlich oder familiär eine Migrationsgeschichte haben, ist erheblich.“

Kleinstadt Gersfeld weit vor Frankfurt, Nordhessen stark im Halbfinale Fünf Bewerbungen sind eingegangen aus der Kleinstadt Gersfeld, mit 5500 Einwohnern in der hessischen Rhön. Erstaunliche 0,1 Prozent der Bevölkerung – aus Frankfurt hätten, bei gleicher Gründungsintensität, 747 Bewerbungen eintreffen müssen, tatsächlich waren es 31. Damit liegt die Großstadt aber natürlich im hessischen Vergleich absolut gesehen dennoch vorne. Insgesamt führt das Rhein-Main-Gebiet mit 81 Bewerbungen deutlich das Feld der hessischen Regionen an, gefolgt von Südhessen (inkl. Darmstadt, 26 Bewerbungen) und Mittelhessen mit 17 Bewerbungen. Wetzlar in Mittelhessen ist dieses Jahr der Regionalpartner des Hessischen Gründerpreises, im dortigen Leitz Park wird der Preis am 1. November bei Leica verliehen. Zwar war Nordhessen mit 9 Bewerbungen zunächst nicht sehr stark, ist aber nun mit 4 Halbfinalisten sehr gut vertreten. Darunter sind zwei Industriebetriebe aus Kassel, die eine erfolgreiche Nachfolge organisiert haben.

https://hessischer-gruenderpreis.de/

18. Hessischer Unternehmerinnentag

Am 22.08.2019 von 09:30 – 16:45 Uhr richtet jumpp als Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft den 18. Hessischen Unternehmerinnentag in der IHK Frankfurt am Main aus. Freuen Sie sich unter dem Motto „Erfolgreich gründen – strategisch wachsen“ auf ein vielseitiges Programm, neue Impulse und breite Vernetzungsmöglichkeiten. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Infos und Anmeldung

Gründer-Wettbewerb: Pioniergeist 2019 – Bewerbungen bis 30.August

Logo-Pioniergeist-2019,jpgExistenzgründerinnen und Existenzgründer, die sich während der letzten fünf Jahre selbstständig gemacht, ein Unternehmen übernommen haben oder in diesem Jahr gründen werden, können sich ab sofort bis zum 30. August 2019 bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) für den Gründerpreis „Pioniergeist 2019“ bewerben.
Der Preis für das beste Gründungskonzept ist mit 15.000 Euro dotiert, der Zweit- und der Drittplatzierte erhalten 10.000 Euro beziehungsweise 5.000 Euro. Darüber hinaus vergeben die Business Angels Rheinland-Pfalz wieder einen Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro für die beste Gründungsidee. Die Bewerbungsunterlagen sind im Internet unter www.pioniergeist.rlp.de abrufbar.
Die Preisverleihung des vom SWR Fernsehen, der Volksbanken Raiffeisenbanken und der ISB ausgerichteten Wettbewerbs wird am 26. November 2019 im Foyer der ISB in Mainz stattfinden. Neben dem Preisgeld lockt die Medienresonanz rund um den „Pioniergeist 2019“, die den Start eines neuen Unternehmens zusätzlich unterstützt. Der Gründerpreis wird in diesem Jahr bereits zum 21. Mal vergeben.
Einsendeschluss ist der 30. August 2019.

IHK Wiesbaden: Neue Organisationsstruktur und digitale Ausrichtung – Existenzgründung im Bereich „Beratung“ angesiedelt

IHK Wiesbaden Gründer-Sommerfest Archivbild: Diether v. Goddenthow
IHK Wiesbaden Gründer-Sommerfest Archivbild: Diether v. Goddenthow

Wie die Pressestelle der Wiesbadener IHK mitteilt, hat sich die rund 37 000 Mitgliedsbetriebe repräsentierende IHK Wiesbaden nach der ersten Sitzung der neuen Vollversammlung und der Wahl des Präsidiums im März 2019 jetzt auch im Haupt-Amt neu und ein wenig straffer aufgestellt mit den drei zentralen gebündelten Bereichen „Bildung“, „Wirtschaftspolitik“ und „Beratung“. „Damit wollen wir unser Profil schärfen, die IHK besser begreifbar machen und unsere Kernaufgaben im Sinne der Unternehmen weiterentwickeln – als Garant für Praxisnähe bei der Erfüllung staatlicher Aufgaben, als starke Stimme der Wirtschaft unserer Region und als moderner Dienstleister für die Unternehmen“, so Hauptgeschäftsführerin Sabine Meder.

Zugleich treibt die IHK die Digitalisierung der eigenen Leistungen und Prozesse stark voran und will in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Leistungen online anbieten. Die neue Organisationsstruktur, in der übergeordnete Themen wie Digitalisierung und Innovation in Stabsstellen abgebildet sind, soll zudem die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und Projektarbeit fördern: „Die Herausforderungen für unsere Unternehmen ändern sich rasant. Für uns als Dienstleister und Interessenvertretung erfordert das immer stärker ein vernetztes Denken und Arbeiten – mit agilen Strukturen und modernen Arbeitsweisen“, stellt Sabine Meder fest. Bei ihr ist der Bereich „Wirtschaftspolitik“ verortet, der die Sichtweise der Wirtschaft in die Politik einbringt, die Meinungsbildung zu Themen wie Regional- und Innenstadtentwicklung, Mobilität und Infrastruktur vorantreibt und Informationen und Kennziffern zur regionalen Wirtschaftsentwicklung aufbereitet und auswertet. Als öffentlich-rechtliche Körperschaft erfüllt die IHK eigenverantwortlich und unabhängig eine Reihe von Aufgaben, die ihr der Staat anvertraut hat – eine der bekanntesten ist die Organisation der Prüfungen in der dualen Berufsbildung. Die meisten dieser Aufgaben hat die IHK Wiesbaden nun im Bereich „Bildung“ gebündelt, der von Christine Lutz verantwortet wird. Ob es um Auslandsmärkte, Exportdokumente, Rechtsfragen oder die Beratung zu Existenzgründung, Innovation, Finanzierung und Nachfolge geht – hier ist der Bereich „Beratung“ mit Geschäftsführer Friedemann Götting Ansprechpartner für die Unternehmen der Region. Dazu gehört auch der Bereich „Kommunikation“, der über Angebote und Positionierungen der IHK informiert und Kommunikationsplattformen wie Magazin, Homepage und Social-Media-Kanäle gestaltet.

Weitere Infos: www.ihk-wiesbaden.de/organigramm.

5000 Besucher feiern den 4. Founder Summit 2019, Europas größtes Gründertreffen in Wiesbaden

Über 5000 potentielle Gründer, Starter, Berater, Jungunternehmer und Interessenten feierten den 4. Founder Summit 2019 im Wiesbadener CongressCenter.Foto: Diether v. Goddenthow
Über 5000 potentielle Gründer, Starter, Berater, Jungunternehmer und Interessenten feierten den 4. Founder Summit 2019 im Wiesbadener CongressCenter.Foto: Diether v. Goddenthow

Unter dem Motto #biggerandbetter veranstaltete die Entrepreneur University vom 27. bis 28. April 2019 den „4. Founder Summit“, die größte europäische Business-Konferenz für Deutschlands Gründerszene. Gut 5000 Teilnehmer verwandelten das gesamte Wiesbadener RheinMain CongressCenter in einen riesigen bunten Campus, aufgeteilt in: Mainstage Halle Nord, Live-Pitch Arena im Foyer, Expo für 200 Aussteller und Expo Stage in Halle Süd EG. Das inhaltliche Herz des 4. Founder Summits schlug jedoch in den „Hörsälen“ des Campus Stages mit den Schwerpunkten: Startup Campus, Q& A Campus, Sales Campus, Financial Freedom Campus, Online Marketing Campus, Entrepreneur Campus und Mindset-Campus. Hier sorgten Deutschlands Top-Speakers von Andreas Buhr und Iskender Dirik über Jörg Löhr bis Bahar Yilmaz und viele andere gekonnt für eine lustvolle, bildreiche und lebendige Vermittlung   gewöhnlich eher trockener Themen.

Impression aus der stets brechend vollen Halle Nord des Rhein-Main CongressCenters mit Top-Speakern und Super-Acts auf der Hauptbühne. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression aus der stets brechend vollen Halle Nord des Rhein-Main CongressCenters mit Top-Speakern und Super-Acts auf der Hauptbühne. Foto: Diether v. Goddenthow

Wir wollen, dass ihr „ wirklich einfach Spass habt“, gab Moderatorin Sarah Elßer gleich zu Beginn des „4. Founder Summits“ die Marchrichtung vor. Neben Show-Acts sorgten Speakers und Headliner wie Unternehmer Ralf Dümmel („Die Höhle der Löwen“), Netzwerker Torben Platzer, Tech-Investor Frank Thelen und John Strelecky, bekannt durch den Bestseller „Das Café am Rande der Welt“ und Erfinder des Konzepts „Big Five for life“ für spannende Vorträge und gute Stimmung.

Moderatorinnen Sarah Elßer (l.) und Alica Büchel, die unter anderem die Award-Show moderierte. Foto: Diether v. Goddenthow
Moderatorinnen Sarah Elßer (l.) und Alica Büchel, die unter anderem die Award-Show moderierte. Foto: Diether v. Goddenthow

Eines der Highlights war die Award-Show anlässlich der Verleihung des Next Level Awards 2019 in den sieben Kategorien „Startup“, „Entrepreneur“, „Online-Marketing“, „Sales“, „Content Creator“, „Newcomer Speaker“ und „Speaker“ sowie die Bekanntgabe des „Gewinner-Startups“ an „Naschlabor“. Den Scheck in Höhe von 1,5 Mio. Euro, gestiftet von ProSiebenSAT.1, überreichte Hessens neue Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus. Mit diesem Budget kann das Startup auf allen Kanälen und Plattformen der SAT.1-Gruppe eine groß angelegte Werbeoffensive für ihre Produkte starten.

Sieger-Startup "Naschlabor" mit Gewinner-Scheck, rechts Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus, links v. Scheck Frank Thelen, Samer Mohamad und die vielen anderen Gewinner des Next-Level-Awards. Foto: Diether v. Goddenthow
Sieger-Startup „Naschlabor“ mit Gewinner-Scheck, rechts Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus, links v. Scheck Frank Thelen, Samer Mohamad und die vielen anderen Gewinner des Next-Level-Awards. Foto: Diether v. Goddenthow

Die Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung betonte, dass Gründertum unverzichtbar sei, um Zukunft zu gestalten, und sie wolle, dass das RheinMain-Gebiet als guter Standort künftig auch in der internationalen Startup-Szene stärker ins Bewusstsein rücke, dass beispielsweise junge Leute aus Tel Aviv oder New York nicht nur an Berlin oder Munich, sondern künftig auch an Frankfurt dächten.

Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus. Foto: Diether v. Goddenthow
Digitalministerin, Prof. Dr. Kristina Sinemus. Foto: Diether v. Goddenthow

Darüber hinaus wolle sie Hessen zu einem hervorragenden Technikstandort für Themen wie Künstliche Intelligenz, E-Mobilität und digitale Infrastruktur ausbauen und hofft bis 2030 zudem soweit zu sein, „dass jeder Bürger und jede Bürgerin weiß: ‚ich habe einen Wahnsinnsnutzen an dieser Digitalisierung für mich persönlich!‘“. Unter Hinweis auf einen der ersten Co-Working-Roboter in der benachbarten Technologie-Stadt Darmstadt nahm die Digitalministerin auch lobend Bezug auf Frank Thelens zuvor präsentierten „Baukasten der Zukunft“.

Frank Thelens Baukasten der Zukunft

Top-Speaker und Investor Frank Thelen. Foto: Diether v. Goddenthow
Top-Speaker und Investor Frank Thelen. Foto: Diether v. Goddenthow

Der einem breiten Publikum aus der Sendung „Die Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Gründer von sieben erfolgreichen Technologieunternehmen mit einem Gesamtumsatz von 200 Millionen Euro und Standorten in 60 Ländern, stellte in einer brillanten Rede seinen „Baukasten der Zukunft“ vor: „Wir stehen vor der größten Revolution, die die Menschheit erlebt hat“, so Frank Thelen, und das läge an folgenden zentralen technologischen Entwicklungen z.B:

• Cloud Computing. Erstmals stünden hiermit unendliche „Rechenleistung“ für jeden Menschen in jedem Winkel der Welt zur Verfügung. Das stelle eine bislang völlig unterschätzte Macht dar.
• Edge Computing, bei den Daten dezentral, nicht über einen Knotenpunkt, sondern in den äußersten Rändern eines Netzwerks, bis hin zu einer „Glüh-„lampe verlagert werden könnten, was praktisch unbegrenzte Speicherkapazitäten schaffe,
• Artificial intelligence, künstliche Intelligenz KI. Zur Zeit sei hiermit eher Frustration verbunden, doch die KI entwickele sich nicht linear, sondern exponentiell, was bedeutet, dass die KI in ein paar Jahren die wichtigste Erfindung der Menschheit sein dürfte
• 3D-Printing. Der 3D-Drucker verließe zusehends das Labor. Irgendwann in naher Zukunft werde man praktisch alles drucken können, wer beispielsweise einen neuen Stuhl benötige, drucke sich halt einen.
• Robotics. Roboter würden in vielen Bereichen essentieller Bestandteil der Welt werden. Wir werden mit Robotern leben, was sowohl eine Gefahr, aber auch eine Riesenchance für die Menschheit sein kann
• Blockchain /DLTS würde als Allheilmittel ein wenig überschätzt. Die Technologie habe jedoch den wesentlichen einzigen Vorteil, dass beispielsweise Bankdaten nicht länger nur von einer einzigen Administrationseinheit, sondern von verschiedenen Stellen aus kontrolliert werden könnten. Hierdruch wären Daten praktisch nicht mehr manipulier.
• 5G. Derzeit durch die 5G-Netzversteigerung in aller Munde, arbeitete so schnell, dass Datenaustausche über Kontinente hinweg sich anfühlten, als wären sie lokal. Hierdurch eröffneten sich völlig neue digitale Nutzungsmöglichkeiten.
• Sensoren, würden uns einmal die Welt erklären.
• Internet of Things meint die digitale Vernetzung von physischen und virtuellen Gegenständen im Arbeits- und Privatleben, wie beispielsweise die Einbettung von Micro-Chips in immer mehr Dinge, die schließlich (automatisch) miteinander kommunizieren könnten, etwa wenn der Micro-Chip in der Milchtüte dem Kühlschrank Volumen oder Verfallsdatum des Inhalts dem smarten Kühlschrank meldet.

Zu weiteren technologischen „Bausteinen der Zukunft“ zählt Thelen beispielsweise auch Virtual Reality (computergenerierte Wirklichkeit mit (3D-)Bild), Augment Reality (computerunterstützte Wahrnehmung bzw. Darstellung, welche die reale Welt um virtuelle Aspekte erweitert), Sprachsteuerung (Kommunikation über / mit Geräten) und E-Transformation sowie Entwicklungen ab 2030 wie: Quantum Computing, Gene Editing, Nuclear Fusion und Singularity. Singularity meinte, so Thelen, eine Entwicklung in den nächsten 10 bis 100 Jahren dahingehend, dass sich künstliche Intelligenz selbst besser entwickeln könne als wir es könnten. „Setzt euch mit der Singularität auseinander!“, ruft der Speaker den 5000 Hörern und Hörerinnen zu.

5000 gebannte Zuhörer. Foto: Diether v. Goddenthow
5000 gebannte Zuhörer. Foto: Diether v. Goddenthow

Die nächsten zehn Jahre stellten die Menschheit auf ihre härteste Probe, so Thelen, aber er freue sich auf die unglaublichen Möglichkeiten, und er werde künftig nur noch in Startups investieren, die auf Basis dieses Baukastens der Zukunft arbeiteten.

Thelen sieht vor allem nicht ein, länger Amerikanern und Chinesen die digitale Vorherrschaft in Europa zu überlassen. Er hält zudem nichts von Technikverboten, sondern setzt auf technische Weiterentwicklungen zur nachhaltigen Lösung von Umweltproblemen und zur Rettung der Erde für künftige Generationen. Diese Aspekte und weitere Punkte seines „Baukastens der Zukunft“ hat Thelen in seiner höchst empfehlenswerten Autobiographie „Frank Thelen. Die Autobiographie“, erschienen in der Murmann Publishers GmbH, Hamburg 2018, ISBN 978-3867746113, prägnant dargelegt.

Expo Area über 200 Aussteller und Gründer-Akteure der Region

Unter den 200 Ausstellern der „Expo Area“ war auch ein Großteil der Wiesbadener Gründer-Akteure präsent wie: das Referat für Wirtschaft und Beschäftigung der Landeshauptstadt Wiesbaden, das Gründerzentrum Exina, Berufswege für Frauen, die Nassauische Sparkasse (NASPA) und die IHK-Wiesbaden.

Felix Pohl IHK Wiesbaden, Gründungsberatung. Foto: Diether v. Goddenthow
Felix Pohl IHK Wiesbaden, Gründungsberatung. Foto: Diether v. Goddenthow

Es kämen Leute aus ganz Deutschland, aus Österreich und der Schweiz, also die meisten nicht aus dem Kammerbezirk, so Felix Pohl vom Gründer-Referat der IHK-Wiesbaden, aber „wir repräsentieren die Kammer im Allgemeinen, zeigen hier, was wir in Wiesbaden anbieten und ermutigen die Gründer, ihre Kammern vor Ort zu konsultieren, zu sagen: ‚Wir sind Gründer, wer kann mir helfen!‘“. Wiesbaden habe traditionell eine sehr lebendige Gründerszene, die über viele Jahre sehr organisch gewachsen sei, ohne dass Geld von außen hineingeflossen sei. „Die Szene hat sich aus sich selber heraus entwickelt“, so Pohl. Die Frage, ob es denn einer zusätzlichen Großveranstaltung wie dieser angesichts der zahlreichen Gründer-Events bedürfte, bejahte der IHK-Gründungsberater. Zum einen wäre sie wichtig, um Aufmerksamkeit zu erzeugen für die Vitalität der hiesigen Gründerszene. Zum anderen benötige die Gründerszene mehr Risikokapital, nämlich dass mehr „Investoren bereit sind, in ein zu gründendes Unternehmen, dessen Zukunftsaussicht noch unsicher ist, zu investieren, und damit neue Ideen an den Markt bringen.“

Impression Expo Area. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression Expo Area. Foto: Diether v. Goddenthow

Beliebte Anlaufstellen waren gleichfalls das „Beratungszentrum Bieg Hessen c/o IHK Frankfurt“ und der Gemeinschaftsstand von Hessen Trade & Invest des Hessischen Wirtschaftsministeriums mit zahlreichen Beratungsangeboten von: TechQuartier, Science Park Kassel, Hub 31, Tatcraft, Makerspace Wiesbaden, Science4Life, Hessischer Gründerpreis, Promotion Nordhessen, B.Braun Accelerator, Merck Accelerator, Accelerator Frankfurt, Deutsche Börse Venture Network, Enterprise Europe Network (EEN), WI-Bank, Unibator (Goethe-Universität Frankfurt), Highest (TU Darmstadt) sowie vom RKW Hessen (Rationalisierungskuratorium der Wirtschaft).

Impression Expo Area. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression Expo Area. Foto: Diether v. Goddenthow

Gründungscenter und Gründer-Campi wie der Bito-Campus aus Meisenheim Rheinland-Pfalz sowie Beratungsunternehmen wie die Deutsche Vermögensverwaltung zogen viele Interessenten an, insbesondere die Präsentation vom chinesischen Google-Pendant Alibaba über Dropshipping-Möglichkeiten: Wer dabei sein möchte, muss man sich erst einmal bei der höchst umstrittenen chinesischen Plattform „Alibaba“ unter Vorlage seiner Gewerbeanmeldung/Lizenz, Ausweispapiere und mit Nennung der IP-Adresse um eine Zulassung bewerben.
Nach Erhalt der Zulassung kann man – um es verkürzt zu formulieren – direkt aus China Produkte einkaufen und über einen Online-Shop auf Amazon weiterverkaufen, ohne die Waren bei sich selbst irgendwie zwischenlagern oder selbst versenden zu müssen.

Kreative Ideen

Expo Area Friya - Snacking Drinks aus Österreich mit dabei.Foto: Diether v. Goddenthow
Expo Area Friya – Snacking Drinks aus Österreich mit dabei.Foto: Diether v. Goddenthow

Neben den Ständen zahlreicher Profi-Speakers, von Investoren, Banken und innovativen Neugründungen wie z.B. www.bewooden.de (hölzerne Mode-Accessoires), www.friya.at (Snacking Drinks) oder https://standsome.com/ (Holz-Schreibtischaufsatz zum Arbeiten am PC im Stehen) waren auch junge Wiesbadener Unternehmen anwesend: beispielsweise das Creators Collective oder die Filmproduktion Arra Vision, die Einblicke in die kreative Szene der Landeshauptstadt vermitteln.

Machen, was man liebt

Mentorin, Coach, Lebensberaterin, Yoga- und Meditationslehrerin Simona Decker fand vor sieben Jahren die Tätigkeit, die sie und ihre Kunden glücklich macht. Foto: Diether v. Goddenthow
Mentorin, Coach, Lebensberaterin, Yoga- und Meditationslehrerin Simona Decker fand vor sieben Jahren die Tätigkeit, die sie und ihre Kunden glücklich macht. Foto: Diether v. Goddenthow

Viele Gründer haben nicht sofort nach Schule, Lehre oder Uni, sondern erst nach einem Wendepunkt im Leben gegründet, so beispielsweise auch Simona Decker aus Frankfurt. Die gelernte Journalistin und Sorbonne-Stipendiatin arbeitet heute als Mentorin, Coach, Lebensberaterin, Yoga- und Meditationslehrerin. Das war nicht immer so: Vor sieben Jahren war sie nach Jahrzehnten großartiger PR-, Dow Jones- und Financial Services-Jobs rund um die Welt an einen Punkt angelangt, wo sie nur noch komplett „im Einklang mit mir und mit meinen Überzeugungen leben wollte“. Dies war der Beginn ihres Neubeginns. Und heute ist sie glücklich, dass sie diesen Schritt gegangen ist.

Top-Speaker, Unternehmer und Investor Ralf Dümmel im Interview mit Sarah Elßer. Foto: Diether v. Goddenthow
Top-Speaker, Unternehmer und Investor Ralf Dümmel im Interview mit Sarah Elßer. Foto: Diether v. Goddenthow

Simone Decker hat beruflich gemacht, was Top-Speaker Ralf Dümmel, Hauptgeschäftsführer von D&S (Marktführer beim Vertrieb und Produktionen von Non-Food-Produktionen für Handel) und Investor in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ jedem jungen Menschen als Erfolgs- und Lebensrezept ans Herz legt: „Sucht Euch am Ende etwas, was Spaß macht, was Euch begeistert, und ihr werdet es wesentlich besser machen. Weil man es dann anders lebt!“. Der einstige Schulversager aus Frust, weiß, wovon er spricht. Als Hauptschüler aus Frust hatte er, nachdem er „gefunden hatte, wofür er brennt“, und mit Hilfe seines Freundes Dieter Schwarz es geschafft, innerhalb von 13 Jahren vom Azubi bis zum Gesellschafter in das D&S-Unternehmen aufzusteigen. In wenigen Jahren konnte er dieses zum Marktführer ausbauen, und dazu war er nur fähig, „weil ich die Dinge liebte, die machte!“, so Dümmel beim Eröffnungs-Interview mit Sarah Elßer.

Campus-Stages und Wiedersehen in 2020

Gedränge in den Hörsälen und auf dem breiten Flur, der sie miteinander verbindet. Foto: Diether v. Goddenthow
Gedränge in den Hörsälen und auf dem breiten Flur, der sie miteinander verbindet. Foto: Diether v. Goddenthow

Besonders eng war das tägliche Gedränge auf dem Campus-Stages im 1. OG der Halle Süd: An beiden Tagen wechselten hier im Halbstunden-Takt in den sieben zu großen Hörsälen umfunktionierten Konferenz-Räumen die Themen und Top-Speaker.

Impression aus einem der 7 Hörsäle des Campus Stages im RMCC. Foto: Diether v. Goddenthow
Impression aus einem der 7 Hörsäle des Campus Stages im RMCC. Foto: Diether v. Goddenthow

„Leider kann man sich ja nicht teilen“, seufzten zwei begeisterte Münchener Social-Media-Experten. Ob sie sich jemals selbständig machen wollen, wüssten sie noch nicht. Sie fühlten sich bei ihrem Arbeitgeber, einem Sportbekleidungshandel, sehr wohl. Als sie über den Founder Summit erfuhren und das Speaker-Angebot gecheckt hatten, war für sie gebongt: „Das Wochenende in Wiesbaden gönnen wir uns!“ „2020 kommen wir wieder!“

Auf Wiedersehen zum 5. Founder Summit 2020 im RMCC

Viele Besucher wollen wieder dabei sein im April 2020, wenn der 5. Founder Summit im Rhein-Main CongressCenter Wiesbaden seine Türen öffnet. Foto: Diether v. Goddenthow
Viele Besucher wollen wieder dabei sein im April 2020, wenn der 5. Founder Summit im Rhein-Main CongressCenter Wiesbaden seine Türen öffnet. Foto: Diether v. Goddenthow

Karten zum 5. Founder Summit 2020, wieder im April im RheinMain CongressCenter Wiesbaden.

Gründerwettbewerb „Pioniergeist 2019“ gestartet – 35.000 Euro Preisgelder zu gewinnen

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Mainz, 24. April 2019. Pioniergeister gesucht: Existenzgründerinnen und Existenzgründer, die sich während der letzten fünf Jahre selbstständig gemacht, ein Unternehmen übernommen haben oder in diesem Jahr gründen werden, können sich ab sofort bis zum 30. August 2019 bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) für den Gründerpreis „Pioniergeist 2019“ bewerben. Der Preis für das beste Gründungskonzept ist mit 15.000 Euro dotiert, der Zweit- und der Drittplatzierte erhalten 10.000 Euro beziehungsweise 5.000 Euro. Darüber hinaus vergeben die Business Angels Rheinland-Pfalz wieder einen Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro für die beste Gründungsidee. Die Bewerbungsunterlagen sind im Internet unter www.pioniergeist.rlp.de abrufbar.

Die Preisverleihung des vom SWR Fernsehen, der Volksbanken Raiffeisenbanken und der ISB ausgerichteten Wettbewerbs wird am 26. November 2019 im Foyer des SWR in Mainz stattfinden. Neben dem Preisgeld lockt die Medienresonanz rund um den „Pioniergeist 2019“, die den Start eines neuen Unternehmens zusätzlich unterstützt. Der Gründerpreis wird in diesem Jahr bereits zum 21. Mal vergeben.

IHK Wiesbaden: Sparringspartner für Startups – Sprechtag u. -Workshop der Business Angels u. High-Tech-Gründerfonds

Sparringspartner für Startups
Startup-Sprechtag und -Workshop der Business Angels FrankfurtRheinMain und des High-Tech Gründerfonds am 30. April in der IHK Wiesbaden

Die gute Geschäftsidee ist da – doch wie finanziert man sie? Und wie führt man sie zum Erfolg? Antworten erhalten Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen am Dienstag, 30. April 2019, in der IHK Wiesbaden, Wilhelmstraße 24-26: In Kooperation mit dem Startup-Netzwerk der IHK bieten die Business Angels FrankfurtRheinMain und der High-Tech Gründerfonds zwischen 13:30 und 18 Uhr Termine für vertrauliche Beratungsgespräche mit Investoren an – dabei erhalten Startups ein individuelles Feedback zu ihrem Geschäftskonzept. Zusätzlich haben sie bei einem Workshop Gelegenheit, sich über Finanzierungsmöglichkeiten, Erwartungen von Investoren und die Präsentation des eigenen Geschäftskonzepts zu informieren. Sprechtag und Workshop sind kostenfrei und richten sich speziell an Gründer und Jungunternehmer, die eine innovative Geschäftsidee haben und eine Finanzierung über Beteiligungskapital in Betracht ziehen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Zur Veranstaltung und zu weiteren Fördermöglichkeiten berät David Bothur bei der IHK Wiesbaden, Telefon 0611 1500-118, d.bothur@wiesbaden.ihk.de.

Wer sich als Gründer oder als junges Wachstumsunternehmen über Finanzierungsmöglichkeiten informiert, stößt – besonders wenn er ambitionierte Pläne umsetzen möchte – oft auf den Begriff Business Angel (BA) oder auf den High-Tech Gründerfonds (HTGF). Mit dem Sprechtag und dem Workshop schaffen die Business Angels FrankfurtRheinMain gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds und dem Startup-Netzwerk der IHK Wiesbaden dazu ein einfach nutzbares Informationsangebot.

„Founder Summit“ am 27. und 28. April im RMCC

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Am Wochenende ist es soweit: Im RheinMain CongressCenter (RMCC) treffen sich namhafte Unternehmer und Gründer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, begleitet von internationalen Highlights der Szene.

Nach dem Start 2016 in Frankfurt mit 400 Teilnehmern und Rednern ist es dem Veranstalter, der „Entrepreneur University“, nach eigenen Angaben gelungen, die Teilnehmerzahlen von 400 auf 5.000 zu steigern. Der „Founder Summit“ wird jährlich, nun zum vierten Mal, veranstaltet. Er bietet einen Mix aus Wissensvermittlung, Motivation und Entertainment und bringt Gründer, Führungskräfte und etablierte Unternehmer zusammen.

Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz sieht die Chancen, die dieses Großevent für Wiesbaden beinhaltet: „Mit dem ,Founder Summit‘ kommt ein weiterer spannender Baustein der lebendigen Gründerszene nach Wiesbaden. Nach der Eröffnung des Campus Wiesbaden durch die Hochschule Fresenius in der Moritzstraße ergänzt dieses Event das Portfolio für Gründer und Startups weiter und macht deutlich: Wiesbaden ist eine ausgesprochen ideenreiche und zukunftsorientierte Gründerstadt.“

Ein Großteil der Wiesbadener Akteure ist in der „Expo Area“ präsent – so sind dort neben der Landeshauptstadt Wiesbaden, Referat für Wirtschaft und Beschäftigung, auch Exina und Berufswege für Frauen mit Ständen vertreten. Mit dabei sind auch junge Wiesbadener Unternehmen wie das Creators Collective oder die Filmproduktion Arra Vision, die Einblicke in die kreative Szene der Landeshauptstadt vermitteln.

Der „Founder Summit 2019“ findet im gesamten RMCC statt. Im Hauptsaal mit 5.000 Plätzen und auf sieben Themenbühnen dreht sich alles um Persönlichkeitsentwicklung und Unternehmertum. Die Dialog-Expo mit über 200 Ausstellern und einer Expo-Stage ist vor allem für Startups interessant. In einer sogenannten Pitch-Arena haben Startups die Möglichkeit, potenziellen Investoren ihre Geschäftsideen vorzustellen.

Mehr Informationen finden Interessierte unter https://www.entrepreneur-university.de.

Startschuss für den Hessischen Gründerpreis Bewerbungsfrist in Wetzlar eröffnet / Neue Kategorie für Unternehmensnachfolge

Foto: Martin Massow
Foto: Martin Massow

„Als Ausrichterstadt des Hessischen Gründerpreises 2019 können wir unseren Standort und die damit verbundenen vielfältigen Aktivitäten noch stärker akzentuieren und die Attraktivität Wetzlars deutlich machen“, freute sich Manfred Wagner, Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar, als er am heutigen Mittwoch, 27. März 2019, den Startschuss für die Bewerbungsfrist um den Hessischen Gründerpreis 2019 gab. „Wetzlar verfügt über eine vielfältige Industrie-, Dienstleistungs- und Handelslandschaft, die sich sehr dynamisch entwickelt. Insbesondere die Aktivitäten im Bereich der Nachfolgeregelungen stehen hier derzeit im Fokus“, so Wagner weiter.

Als starker Unterstützer ist die Leica Camera AG aus Wetzlar dabei. Deren Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Kaufmann war zum Auftakt aus Österreich angereist. „Neugier, Kreativität, Lust auf Erneuerung, das ist es, was uns immer wieder antreibt, Dinge anders zu sehen, Dinge zu verändern, Dinge neu zu gestalten. Innovation nennen wir das inzwischen, aber es ist wohl ein uralter Drang im Menschen, Neues zu gestalten. Und in unserer Wirtschaftsordnung geht das oftmals nur durch Gründung, durch Neugründung. Innovation und Neugründung sind eben Teile der unternehmerischen Triebfedern, mit denen es uns im Ressourcen-armen Europa immer wieder gelingt – etwas Glück sollte manchmal auch dabei sein – Höchstleistungen zu erzielen und Wohlstand für unsere Gesellschaft zu schaffen“, sagte Kaufmann.

Elisabeth Neumann, die Projektleiterin für den Hessischer Gründerpreis bei KIZ SINNOVA Gesellschaft für soziale Innovationen gGmbH, stellte die Neuigkeiten der Ausschreibung vor: „Die bisherige Kategorie für mutige Gründungen heißt jetzt zukunftsfähige Nachfolge. Laut einer aktuellen KfW-Studie suchen fast 230.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland bis Ende 2020 einen Nachfolger, davon haben über 40 Prozent noch keine Überlegungen zu ihrem Fortbestand. Das gefährdet Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft. Einige Preisträger der Vergangenheit haben aber gezeigt, dass man auch aus einem bestehenden Unternehmen ein tolles, innovatives und neues Unternehmen machen kann.“ Auch neu ist, dass der Hessische Gründerpreis nun vorschlagsberechtigt ist für den Deutschen Gründerpreis, d.h. passende Bewerber aus diesem Jahr werden für die erste Runde in diesem Wettbewerb nominiert. Zwei Neuerungen aus 2018 waren so erfolgreich, dass sie fortgeführt werden: Die Preisträger gewinnen einen professionellen Unternehmensfilm. Und die Kategorie „Gründungen aus der Hochschule“ für junge Unternehmen in einem sehr frühen Stadium wird ebenfalls fortgeführt.

Markus Schott, Geschäftsführer der Schott Orthopädie-Schuhtechnik GmbH aus Homberg/Efze ist so ein Gründer, der kein völlig neues Unternehmen aus der Taufe gehoben, sondern das bestehende übernommen und daraus etwas neues geschaffen hat. Er machte aus einem traditionellen Orthopädie-Schumacher den Hersteller der trendigen myVale-Sandalen, die von Hollywood-Stars getragen werden und war 2013 Preisträger beim Hessischen Gründerpreis. „Ich habe mich bewusst für den Beruf des Orthopädie-Schuhmachers entschieden, um den Betrieb meiner Eltern in vierter Generation weiter zu führen. Die Verknüpfung traditioneller Handwerkskunst mit fortschrittlichen Technologien und der Vertrieb eines Maßproduktes via Internet haben zur Entwicklung einer mittlerweile etablierten Marke geführt. Durch die Nominierung für den Gründerpreis habe ich mich mit meiner Kernidee neu auseinandergesetzt. Die Effekte durch den Hessischen Gründerpreis sind bis heute deutlich spürbar. Die Auszeichnung hat uns unterstützt, Menschen zu erreichen und die Bekanntheit der Marke zu steigern. Die Teilnahme an sich ist sehr wertvoll in Entwicklung und Klärung einer Firmenidee“.

Auch die hessische Landesregierung unterstützt Gründerinnen und Gründer auf vielfältige Weise und der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat erneut die Schirmherrschaft für den Preis übernommen und wird ihn auch am 1. November verleihen. „Gründungen sorgen nicht nur für Wettbewerb und Beschäftigung, sie sind auch unerlässlich für die Innovationskraft einer Volkswirtschaft. Deshalb hat sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt, die Entstehung von Start-ups voranzutreiben. Ob das gelingt, ist auch eine Frage des gesellschaftlichen Klimas. Es kommt darauf an, Gründerinnen und Gründer zu motivieren, gute Beispiele zu belohnen und ins Scheinwerferlicht zu rücken, um die Kultur der Selbstständigkeit zu stärken. Veranstaltungen wie die Gründertage Hessen und Auszeichnungen wie der Hessische Gründerpreis leisten dafür einen wertvollen Beitrag“, so Minister Al-Wazir. Das Ministerium ist schon seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner des Hessischen Gründerpreises.

In den vergangenen 16 Jahren haben sich fast 1200 Unternehmen um den Hessischen Gründerpreis beworben, 138 wurden mit ihm ausgezeichnet. Von den Preisträgern sind rund 90 Prozent noch am Markt.

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