Kategorie-Archiv: Freiberufler-News

Hessischer Gründerpreis: Frankfurt und Darmstadt dominieren Finale

Geschäftsideen mit KI und Sensoren bilden inhaltlichen Schwerpunkt unter den zwölf jungen hessischen Unternehmen in der letzten Wettbewerbsrunde

Junge Unternehmen aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt stellen mit 5 von 12 Finalisten fast die Hälfte der Finalteilnehmer*innen beim Hessischen Gründerpreis 2021. Ein Viertel kommt aus Frankfurt und auch die anderen Finalisten sind allesamt aus dem südwestlichen Teil des Bundeslandes. Das ist eines der Ergebnisse des spannenden Halbfinales mit aufregenden Pitches am vergangenen Montag (20. September 2021) bei Design Offices in Frankfurt. „Es ist schon ein bisschen ungewöhnlich, dass sich in diesem Jahr keine Gründer und Gründerinnen aus Ost-, Nord- oder Mittelhessen für das Finale qualifizieren konnten. In den vorigen Jahren war das anders. Von den 48 Startups aus dem Halbfinale konnten nur zwölf das Finale erreichen und teilweise waren die Entscheidungen der Jurys sehr eng“, sagt Elisabeth Neumann, Projektleiterin für den Hessischen Gründerpreis bei KIZ SINNOVA Gesellschaft für soziale Innovationen gGmbH. „Ich bin mir ganz sicher, dass die jungen Unternehmen aus den anderen Landesteilen das als Ansporn nehmen, um 2022 den Preis in ihre Region zu holen.“

Die Kategorie „Innovative Gründungen“ ist in der letzten Wettbewerbsrunde ausschließlich mit Unternehmen aus der südhessischen Großstadt besetzt, die zudem alle drei auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) setzen. COMPREDICT von Rafael Fietzek und Stéphane Foulard sagt mittels KI und virtuellen Sensoren die Lebensdauer von Fahrzeugteilen vorher. Simon Krech, Dr. Martin Krech, Markus Hessinger und Arthur Buchta von core sensing haben einen Kraft- und Drehmomentsensor entwickelt, mit dem Maschinenelemente überwacht werden können. Hier hilft KI dabei, Ausfälle planbar zu machen und Prozesse zu optimieren. PipePredict von Christoph Dörner, Valerie Fehst und Tri-Duc Nghiem analysiert Sensordaten mittels KI, um Wasserrohrbrüche zu verhindern.

„Die Themen KI und Sensorik haben sich dieses Jahr im Wettbewerb sehr bemerkbar gemacht und sind nun in der Finalrunde auch stark vertreten. Das zeigt die Innovationskraft der hessischen Gründer und Gründerinnen. Aber auch jenseits davon haben wir sehr viele tolle Geschäftsideen aus verschiedenen Branchen gesehen, die zur Erneuerung und Verjüngung der hessischen Wirtschaft beitragen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen“, erklärt Elisabeth Neumann. „Insgesamt 1207 Arbeitsplätze haben diese 167 Startups geschaffen, davon gut die Hälfte in Vollzeit, 367 in Teilzeit, 187 Menschen werden freiberuflich beschäftigt. Auch 37 Ausbildungsplätze sind ein toller Erfolg. Die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze liegt fast 30 Prozent über der des Vorjahres. Ich bin sehr beeindruckt davon, dass die hessischen Gründer und Gründerinnen auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie nicht verzagen, tatsächlich hatten wir mit 167 jungen Unternehmen in der ersten Wettbewerbsrunde den vierten Teilnehmerrekord in Folge.“

Aus Frankfurt, dem diesjährigen Regionalpartner, hatten sich 47 Startups beworben, drei davon haben es ins Finale geschafft. In der Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“ sind zwei von ihnen vertreten: Enviria von Melchior Schulze Brock, bindet Unternehmen stärker in die Energiewende ein, indem es Energy-as-a-Service Lösungen für den B2B-Sektor bietet. Das Startup ermöglicht mittelständischen Unternehmen, Industrie und Kommunen innovative solarzentrierte Lösungen und will die Stromerzeugung dezentralisieren und demokratisieren. Das Würdezentrum Frankfurt von Dr. Ingmar Hornke und Boris Knopf will Mitmenschlichkeit im Gesundheitswesen und der Altenhilfe stärken. Es begleitet Menschen bei Entscheidungen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht sowie ethischen Fragen und Entscheidungen und möchte so körperliche, psychische, soziale und existentielle Nöte lindern und das Abschiednehmen erleichtern. Digi Sapiens schließlich aus Langen im Kreis Offenbach von Daniel Iglesias und Andreas Haag bietet KI-Unterstützung zur Leseförderung an. Weil per App auch Lesetandems auf Distanz möglich sind, eignet sich das System auch für pandemische Zeiten und animiert Kinder zum Vorlesen.

Auch in der Kategorie „Gründungen aus der Hochschule“ dominiert mit 2 von 3 Finalisten die Wissenschaftsstadt Darmstadt: Lucas Fuhrmann, Julian Mushövel und Montgomery Wagner haben Revoltech gegründet, um die rein pflanzliche Lederalternative LOVR aus Abfällen des deutschen Hanfanbaus zu produzieren. LOVR ist 100% biologisch abbaubar, das erste rein pflanzliche Produkt mit lederähnlicher Optik, Haptik und Robustheit und spart gegenüber echtem Leder 99,7% CO2 ein. Small World Vision von Sebastian Schmelze, Sarah von Hagen, Marc-Simon Stutz, Michael Heethoff und Bernhard Ströbel entwickelt und verkauft hochpräzise 3D-Scanner für kleine, komplexe und farbenprächtige Objekte. Fabian Goedert und Sophia Reiter aus Butzbach in der Wetterau haben FISEGO Brandschutztechnik an der Technischen Hochschule Mittelhessen gegründet. Sie haben das erste Branderkennungs- und Brandbekämpfungssystem für elektrische Klein- und Großgeräte entwickelt, das einen Brand nicht nur erkennt, sondern diesen auch ohne menschliches Eingreifen löscht.

Seit 2019 gibt es beim Hessischen Gründerpreis die Kategorie „Zukunftsfähige Nachfolge“, weil die Übernahme eines bestehenden Unternehmens ebenso große Chancen bietet wie die Gründung. Auch in dieser Situation braucht es viel Gründungsgeist, um neue Impulse zu setzen. Hier gehört AQON Water Solutions aus Bensheim zu den Finalisten. Gegründet zur Entwicklung von Filtrationstechnologie, haben die beiden 20017 eingestiegenen Söhne des Unternehmensgründers, Maximilian und Konstantin Wilk, AQON Pure entwickelt. Das ist eine Kalkschutzanlage, die ohne Salz funktioniert, Kalkablagerungen in der Trinkwasserinstallation, auf Armaturen und Oberflächen sowie den Chloridgehalt im Abwasser reduziert und so die Umwelt schont. Bei Grafik-Idee Textilwerbung aus Frankfurt ist Sebastian Borst nach 17 Jahren als Angestellter zum Unternehmer geworden und hat 2020 das Ruder übernommen. Er richtet den Betrieb auf nachhaltiges Wirtschaften aus, hat gerade die GOTS-Zertifizierung für soziale und ökologische Verantwortung in der Textilherstellung bestanden, stellt Veredelungstechniken, Siebdruck oder Digitaldirektdruck auf nachhaltige Technologien um und legt bei den verwendeten Textilien großen Wert auf Bio- und Fairwear-Produkte. SK Laser aus Wiesbaden stellt kundenspezifische Lasermaschinen her, mit denen Materialien graviert, markiert, abgetragen und geschnitten werden können. Aus einer typischen Garagenfirma wurde seit 2005 ein weltweit operierendes Unternehmen und einer der führenden Produzenten von Laseranlagen in Deutschland. Diese Position halten und ausbauen will seit 2019 Dina Reit, Tochter des Gründers. Sie hat ihre Laufbahn als Kuratorin in einem Museum aufgegeben, um Mitarbeitern, Kunden sowie Lieferanten des Familienunternehmens SK LASER generationsübergreifende Stabilität und neue Impulse für die Zukunft zu geben. Reit hat das Marketing digitalisiert und die Kommunikation ausgebaut.

Der Wettbewerb Aus allen Bewerbungen – 2021 waren das 167 und damit trotz Corona der vierte Bewerberrekord in Folge – haben insgesamt 48 Unternehmen in den vier Kategorien (Innovative Geschäftsidee“, „Zukunftsfähige Nachfolge“, „Gesellschaftliche Wirkung“ sowie „Gründungen aus der Hochschule“) das Halbfinale erreicht. Dort pitchten sie vor einer Jury, die je Kategorie drei, insgesamt also zwölf Finalisten*innen auswählte. Diese treten am 3. November gegeneinander an und werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am Abend als Preisträger*innen ausgezeichnet, je ein Unternehmen pro Kategorie, also insgesamt vier, werden zusätzlich noch als Sieger*innen hervorgehoben. Die Preisverleihung wird unter anderem vom Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir als Schirmherr persönlich vorgenommen. Gewinnen können Teilnehmer*innen einen professionellen Unternehmensfilm, mediale Aufmerksamkeit, hochwertige Netzwerkkontakte und wertvolle Trainings.

Hessischer Gründerpreis Der Hessische Gründerpreis wird seit 2003 verliehen. 2002 von der KIZ gGmbH in Offenbach gegründet, wird er vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie mit europäischen Mitteln aus dem Fonds für regionale Entwicklung EFRE gefördert. 2021 findet der Hessische Gründerpreis in Frankfurt statt.

Projekt Frankfurt Forward diskutiert über Finanzierungsmöglichkeiten für Startups

Standort Frankfurt am Main bei Finanzierungsmöglichkeiten für Startups sehr gut aufgestellt Akteure in der Finanzbranche und Startups beleuchten gemeinsam bestehende Strukturen und zukünftige Möglichkeiten. (vlnr) Dr. Steffen Huth, Geschäftsführer BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen, Peter Fricke, Head of Deutsche Börse Venture Network, Daniel Schleidt, FAZ, Moderator und Wirtschaftsdezernent Markus Frank Foto: Wirtschaftsförderung Frankfurt
Standort Frankfurt am Main bei Finanzierungsmöglichkeiten für Startups sehr gut aufgestellt Akteure in der Finanzbranche und Startups beleuchten gemeinsam bestehende Strukturen und zukünftige Möglichkeiten.
(vlnr) Dr. Steffen Huth, Geschäftsführer BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen, Peter Fricke, Head of Deutsche Börse Venture Network, Daniel Schleidt, FAZ, Moderator und Wirtschaftsdezernent Markus Frank Foto: Wirtschaftsförderung Frankfurt

Vor dem Hintergrund des zweiten Frankfurt Forward Events des Jahres bringt die Wirtschaftsförderung Frankfurt verschiedene Akteure aus dem Finanzbereich zusammen, um die Finanzierungsmöglichkeiten und zukünftige Handlungsfelder für Startups in Frankfurt Rhein Main zu diskutieren. Das gemeinsame Ziel ist hierbei lückenlose Finanzierungsketten für Startups am Gründerstandort zu stärken.

Der Aspekt der Finanzierung als einer der wichtigsten für junge Gründerinnen und Gründer nimmt daher einen hohen Stellenwert im Startup Ökosystem ein. Die im Frühjahr von der Wirtschaftsförderung Frankfurt erhobenen Bedarfsanalyse von Frankfurt Forward durch eine Umfrage an das Startup Ökosystems

FrankfurtRheinMain unterstützt diese Aussage. Hier wurden verschiedene Handlungsfelder identifiziert. Der zusätzliche Bedarf an lückenloser Finanzierung insbesondere hinsichtlich größerer Summen wurde hier sichtbar.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch ein Grußwort von Stadtrat Markus Frank, Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr der Stadt Frankfurt am Main und Schirmherr von Frankfurt Forward. Er betont zur Begrüßung: „Es ist uns ein großes Anliegen, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Verknüpfung zwischen allen Akteuren, Startups, etablierten Frankfurter Unternehmen, Investoren und politischen Entscheidungsträger, gerade im Bereich der Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen. Dies gilt sowohl innerhalb des Standortes Frankfurt am Main als auch im internationalen Kontext in der Verknüpfung mit anderen Startup Hubs.“

In einer anschließenden Diskussionsrunde tauschte sich Dr. Jörg Goschin, Geschäftsführer von KfW Capital, Dr. Steffen Huth, Geschäftsführer BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen, Peter Fricke, Head of Deutsche Börse Venture Network und Florian Hildebrand, Gründer und Geschäftsführer von Qualifyze über Finanzierungsmöglichkeiten und Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Startups in Frankfurt Rhein Main aus. Moderiert wurde die Veranstaltung von Daniel Schleidt, Wirtschafts- und Finanzredakteur der FAZ.

Ein besonderer Fokus lag hier auf dem notwendigen Zugriff auf Finanzierungsmittel für Startups außerhalb der Seed-Phase mit besonders großem Finanzierungsbedarf. Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, begrüßte diesen Austausch: „Die Förderung von Startups bezieht sich nicht nur auf den Zugang zu Netzwerken, Büro- und Produktionsflächen als auch qualifizierten Arbeitskräften. Die entsprechende Finanzierung der Startup bildet hier die Grundlage für den Erfolg der weiteren Handlungsfelder.“

Startups bekommen eine Woche mehr Zeit, ihre Unterlagen einzureichen / Preisträger ConditCouture wächst trotz Corona-Krise kräftig

„Tatsächlich haben wir das so nicht erwartet: Aktuell eröffnen wir ein Eis-Cafe / Neo-Bistro und hoffen, dass wir auch mit diesem Laden dann Mitte oder Ende Juni endlich voll durchstarten können. Derzeit kämpfen wir noch ein bisschen mit Lieferverzögerungen, die durch Corona verursacht wurden“, berichtet Jens Schönfelder. Gemeinsam mit Konditormeister Jesco Mann hat er 2015 ConditCouture gegründet. Das Unternehmen stellt hochwertige Torten, Pralinen und andere Backwaren her. Die feinen Konditorei-Kreationen in Spitzenqualität im höherpreisigen Segment finden begeisterte Abnehmer. Von Anbeginn an setzten Schönfelder und Mann auf Wachstum: Fünf Monate nach Gründung erfolgte als erster Wachstumsschritt die Eröffnung eines Ladengeschäftes am Frankfurter Römer, im zweiten Geschäftsjahr 2016 wurden die beiden in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“ beim Hessischen Gründerpreis ausgezeichnet (damals 10 Beschäftigte) und so geht es weiter. Aktuell arbeiten 30 Menschen in den Cafés Frankfurt, Langen und Egelsbach sowie in der Konditorei- und der Bäckerei-Produktion für ConditCouture, Ende des Jahres kommt eine weitere Konditorei mit Café hinzu. „Ja, Corona macht alles etwas holperiger, aber wir dürfen uns nicht beschweren. Wir haben zum Beispiel, im Gegensatz zu vielen anderen Gastronomiebetrieben, keine Kurzarbeit anmelden müssen, sondern weiter eingestellt. Wir hatten von Beginn der Pandemie den Anspruch, ohne Förderungen oder Kurzarbeit durch die Krise zu kommen und haben das mit Ideen und sehr viel Arbeit hinbekommen. Jetzt freuen wir uns, dass im Herbst bestenfalls noch 4 bis 6 Azubis hinzukommen. Natürlich ebenfalls ohne Fördergelder zu beantragen. Corona war und ist eine enorme Herausforderung, die sich mit Ideen, einem super Team und Nervenaufwand meistern lässt“, so Jesco Mann.

So wie diesen beiden Unternehmern geht es vielen Existenzgründerinnen und -gründern und Startups. Einige profitieren von Corona, andere müssen sich behaupten, alle haben viel mehr zu tun als nur das eigene Geschäft zu bewältigen – und das ist alleine schon eine große Aufgabe. „Gerade jetzt, wo die Beschränkungen endlichen fallen, gibt es viel zu organisieren, in einer sich rasch verändernden Situation mit immer neuen Herausforderungen und Regelungen. Die jungen hessischen Unternehmen stellen sich diesen Herausforderungen, das ist gar keine Frage, aber das kostet Zeit und Energie. Das haben wir auch oft aus unserem Netzwerk gehört und deshalb verlängern wir die Bewerbungsfrist für den Hessischen Gründerpreis um eine Woche bis zum 21. Juni 2021,“ sagt Elisabeth Neumann, Projektleiterin für den Hessischen Gründerpreis bei KIZ SINNOVA Gesellschaft für soziale Innovationen gGmbH. „Wir haben 2020 trotz Pandemie den dritten Bewerberrekord in Folge verzeichnet. Auch jetzt sieht es mit Bewerbungen schon gut aus, aber für einen neuen Rekord brauchen wir noch mehr“, so Neumann. „Wir haben den Wettbewerb schon 2020 auf digitale Lösungen umgestellt und alle Veranstaltungen samt Preisverleihung in digitaler oder hybrider Form durchgeführt. Deshalb sind wir gut gerüstet, falls das auch dieses Jahr wieder nötig wird, freuen uns aber bald wieder Veranstaltungen mit persönlicher Teilnahme durchführen zu können.“

Der erste Schritt zur Teilnahme, das Ausfüllen des Bewerbungsformulars, ist leicht. Auf Basis dieser Informationen wählt eine Jury in den vier Kategorien „Innovative Geschäftsidee“, „Zukunftsfähige Nachfolge“, „Gesellschaftliche Wirkung“ sowie „Gründung aus der Hochschule“ die jeweils zwölf überzeugendsten Unternehmen für das Halbfinale aus. Diese 48 Halbfinalisten pitchen vor einer großen Jury, die in jeder Kategorie auf drei reduziert. Zwölf Finalisten treten im Rahmen der Fachtagung der hessischen Gründungsförderer am 3. November mit Messeständen und kurzen Pitches gegeneinander an. Am Abend werden die Preisträger*innen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet, auch vom Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir persönlich. Natürlich nur, wenn Corona dies alles zulässt. Falls nicht werden Halbfinale, Finale, Tagung und Preisverleihung sowie Veranstaltungen wieder als virtuelle oder hybride Veranstaltungen organisiert. „Wir haben 2020 tolle Erfahrungen gemacht, zum Beispiel haben rund 8000 Menschen am Online-Voting für das Finale teilgenommen. Das wollen wir beibehalten“, so Neumann.

Der Hessische Gründerpreis vergibt kein Preisgeld. Stattdessen gibt es viel mediale Aufmerksamkeit, hochwertige Expertentrainings und Workshops, wertvolle Netzwerkkontakte und für die Preisträger*innen ein professionelles Unternehmensvideo. Und – da sind sich die Bewerber*innen der letzten Jahre mit allen Partnern einig – das ist viel mehr wert und langfristig erfolgversprechender als eine Geldsumme, die schnell aufgebraucht und verpufft ist. Zudem ist der Hessische Gründerpreis vorschlagsberechtigt für den Deutschen Gründerpreis, d.h. passende Startups werden für dessen erste Runde nominiert.

Informationen und Bewerbungsformular: https://hessischer-gruenderpreis.de/mitmachen

Jetzt bewerben zum Hessischen Unternehmerinnenpreis bis 15. Juni 2021!

Zum ersten Mal in diesem Jahr verleiht das Land Hessen (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen) mit Staatsminister Tarek Al-Wazir den Hessischen Unternehmerinnenpreis. Gesucht wird weibliches Unternehmertum in der Wirtschaft, um beeindruckende Unternehmerinnen aus dem Land Hessen vorzustellen.

Auch die Wirtschafsförderung unterstützt seit vielen Jahren Frauen auf dem Weg in ihre Selbständigkeit. Geschäftsführer Oliver Schwebel begrüßt die Auszeichnung von Unternehmerinnen aus allen Branchen: „Wir möchten alle Unternehmerinnen in Hessen motivieren sich für den Preis zu bewerben, um zu zeigen, welch eindrucksvolle Persönlichkeiten in ihnen stecken. Bei der Wirtschaftsförderung haben wir ein gutes Gleichgewicht bei einem Frauenanteil von 63%. Insgesamt liegt der Frauenanteil der Führungskräfte bei 44%, also fast die Hälfte der Führungskräfte bei der Wirtschaftsförderung sind Frauen.“

Mit dem Preis soll vor allem auch in schwierigen Zeiten gezeigt werden, dass starke Frauen hinter den Geschäftsideen stecken. Der Unternehmerinnenpreis soll Vorbilder schaffen, um andere Frauen zu motivieren sich ebenfalls selbständig zu machen.

Alle Informationen zum Hessischen Unternehmerinnenpreis und zur Bewerbung finden Sie unter: https://wirtschaft.hessen.de/unternehmerinnenpreis. Der Preis soll im Rahmen des Hessischen Unternehmerinnentages am 15. Juli 2021 verliehen werden.

„Wiesbaden gründet! Impulse für Entrepreneure“ – Auftaktveranstaltung zum Hessischen Gründerpreis 2021

Am Mittwoch, 19. Mai, 16 Uhr, lädt das Referat für Wirtschaft und Beschäftigung der Landeshauptstadt Wiesbaden gemeinsam mit der Hochschule RheinMain zum Start der neuen Veranstaltungsreihe „Wiesbaden Gründet! Impulse für Entrepreneure“ ein. Diese Auftaktveranstaltung findet über Webex statt. Eine Anmeldung per E-Mail an existenzgruendung@wiesbaden.de ist erforderlich.

Aktuelle Themen, die Gründerinnen und Gründer, Startups und junge Unternehmen in der Gründerregion Wiesbaden bewegen, sollen dabei im Fokus stehen. „Ich lade Sie zu unserer neuen kostenfreien Reihe ein. Die fachlichen Impulse durch Experten und Startups aus dem Wiesbadener Ökosystem sind kurz und aktuell, die Reihe findet online statt und Sie haben eine weitere Chance, sich auszutauschen und zu vernetzen“, appelliert Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz an die Zielgruppe der neuen Veranstaltungsreihe.

Am 19. Mai gibt es folgende Einblicke und Erfahrungen aus erster Hand rund um den Hessischen Gründerpreis 2021:

– Professor Dr. Dennis Albert, Professor für Marketing Management an der Hochschule RheinMain und Gründungsbotschafter der Wiesbadener Business School, spricht aus seiner Erfahrung, denn er hat bereits selbst mehrfach gegründet und war als Mitgründer des Möbel-Labels Standsome Preisträger des Hessischen Gründerpreises 2018. Von der Expertise und der Motivation dieses Allroundtalents profitieren die Studentinnen und Studenten und am 19. Mai alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung.

– Elisabeth Neumann, KIZ Sinnova gGmbH, stellt als Projektleiterin den Hessischen Gründerpreis vor und gibt Informationen zum Wettbewerb, zum Ablauf, zur Bewerbung und zur Fülle der Chancen, die allein mit der Bewerbung verbunden sind.

– Als Jurymitglied wird Karin Fox vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Referat Handwerk, Mittelstand, Handel, auf die Anforderungen insbesondere auch der Vorauswahl eingehen, Fragen dazu beantworten und so den Schritt zur Bewerbung leicht machen.

– Erfahrungen und Tipps aus erster Hand vermittelt Arend Poppner von der Lenicura GmbH aus Wiesbaden, einem weiteren Preisträger des Hessischen Gründerpreises. Mit ihrer Innovation, der lAight®-Therapie, überzeugte die Lenicura GmbH 2018 die Jury. Arend Poppner erläutert, wie die Bewerbung abläuft, was zu beachten ist und was der Preis der Lenicura GmbH gebracht hat.

Die Veranstaltung wird moderiert von Gudrun Bolduan, Competence & Career Center der Hochschule RheinMain, und Beate Betz, Leiterin Gründerservice & junge Unternehmen im Referat für Wirtschaft und Beschäftigung.

Weitere Informationen zu dieser und zu weiteren Veranstaltungen rund um das Thema Existenzgründung sind unter www.wiesbaden.de/events zu finden.

Jubiläums-Broschüre zu 10 Jahre Frankfurter Gründerfonds erschienen

10jahre-gruenderfonds_w10 Jahre Frankfurter Gründerfonds: Ein Erfolgsmodell der Stadt Frankfurt am Main
Wirtschaftsdezernent Markus Frank präsentiert Jubiläumsausgabe zum 10-jährigen Bestehen des Gründerfonds

Frankfurt am Main, 01.03.2021 In einer virtuellen Pressekonferenz stellte Wirtschaftsdezernent Markus Frank gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Frankfurt, der Frankfurt School Financial Services GmbH, der Bürgschaftsbank Hessen und dem Gründerfondsbüro heute die frisch gedruckte Jubiläumsbroschüre zum 10-jährigen Frankfurter Gründerfonds vor.

Stadtrat Markus Frank betonte, dass der Frankfurter Gründerfonds ein Erfolgsmodell mit Alleinstellungsmerkmal sei: „Neben der Sicherheit für junge Unternehmen durch eine Bürgschaft, ist vor allem die kostenfreie Beratung der entscheidende Faktor, der den Frankfurter Gründerfonds zu einem Erfolgsprogramm macht. Die Gründerinnen und Gründer werden von Fachexperten auf ihr erstes Bankgespräch vorbereitet und dann regelmäßig während der gesamten Kreditlaufzeit begleitet. Bereits seit zehn Jahren unterstützt der Fonds Gründerinnen und Gründer bei der Finanzierung ihrer Geschäftsideen – mit sehr guten Ergebnissen.“

„Dass es den Frankfurter Gründerfons bereits seit zehn Jahren gibt, zeigt, dass es sich hier um ein Erfolgsprogramm für Gründerinnen und Gründern handelt. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Frankfurt School und der Bürgschaftsbank Hessen junge Unternehmen bei der Finanzierung ihrer Geschäftsidee unterstützen zu können“, so Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

Karsten Otto, Geschäftsführer Otto ID Solutions und Gewinner des Frankfurter Gründerpreises 2019 nutzte den Fonds und brauchte diesen schnell: „Wir brauchten relativ rasch liquide Mittel für eine Auftragsfinanzierung, da war der Gründerfonds exakt das richtige Programm für uns“. Otto ID Solutions berät zu individuellen Prozessen der digitalen Produktverfolgung für Rettungsdienst, Feuerwehr, Katastrophenschutz oder Krankenhäuser mit dem Einsatz von Radio Frequenz Identification (RFID). Damit wird erkannt und ausgewertet, welche Produkte nach einem Einsatz verbraucht wurden und wieder aufgefüllt werden müssen.

In der Jubiläumsbroschüre werden die Leserinnen und Leser von Stadtrat Markus Frank und der Vizepräsidentin Fatma Dirkes, Direktorin International Advisory Services, Frankfurt School of Finance & Management und Sven Volkert, Geschäftsführer Bürgschaftsbank Hessen begrüßt. Nach der Einführung ist ein Interview mit Geschäftsführer Oliver Schwebel, Wirtschaftsförderung Frankfurt und mit Martin Cremer, Managing Director FS Impact Finance nachzulesen. Neben dem Start und Erfolg des Projekts werden auch die Akteure und das Gründerfondsbüro als zentrale Leitstelle vorgestellt sowie zehn Frankfurter Unternehmen, die durch den Fonds mit Bürgschaften gefördert wurden.

Die Zahlen, die in der Broschüre abgedruckt sind, sprechen für sich:
Den Frankfurter Gründerfonds gibt es seit Juni 2010. Seitdem wurden 111 Unternehmen gefördert, mit einem Fondsvolumen von 3.000.000 Euro, 600+ Arbeitsplätze geschaffen sowie 1.430 vierteljährliche Nachcoachings durchgeführt.

Mehr Infos zum Frankfurter Gründerfonds sowie die Broschüre zum Download gibt es unter:
https://frankfurt-business.net/existenzgruender/frankfurter-gruenderfonds/

Perspektiven öffnen, Vielfalt sichern: Zweites Hessisches Kulturpaket hilft Kulturschaffenden

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Hessen stellt 30 Millionen Euro für Projektstipendien, Liquiditätshilfen und Sommerfestivals zur Verfügung

Wiesbaden. Hessen legt für Künstlerinnen und Künstler, Spielstätten und Kultureinrichtungen ein weiteres Unterstützungspaket auf, das die Belastungen durch die Corona-Pandemie abfedern und kulturelle Arbeit ermöglichen soll. Insgesamt 30 Millionen Euro stehen zur Verfügung für Projektstipendien für Künstlerinnen und Künstler, Liquiditätshilfen für Kultureinrichtungen und Spielstätten, Beratungsangebote der Kulturverbände sowie ein Programm für Open-Air-Kultur in den Sommermonaten. Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn und Finanzminister Michael Boddenberg stellten das Programm heute bei einer Online-Pressekonferenz vor.

„Um der Kultur in diesen schwierigen Zeiten Halt zu geben, braucht es einen langen Atem. Unser erstes Kulturpaket hat 2020 geholfen, die vielfältige Landschaft der Kultur in Hessen zu stützen – daran knüpfen wir nun an“, erklärt Kulturministerin Dorn. „Die Kulturschaffenden in Hessen stehen vor riesigen Herausforderungen, denen sie sich mit Engagement, Mut und Erneuerungskraft stellen. Dabei haben wir sie unterstützt: Wir konnten mit dem ersten Kulturpaket rund 3.600 Arbeitsstipendien und zusätzlich rund 1.200 Projektstipendien vergeben, wir haben es geschafft, die in Hessen so reichhaltigen Festivalstrukturen zu erhalten, und wir haben rund 200 Spielstätten bei coronabedingten Anpassungen unterstützt. Die aktuell geltenden Einschränkungen haben die Kultur besonders hart getroffen. Deshalb legen wir ein weiteres Unterstützungspaket auf, um die lebendige Kultur Hessens zu sichern und zu stärken, Künstlerinnen und Künstlern die Fortsetzung ihrer Arbeit zu ermöglichen und auch für das Publikum ein reichhaltiges und sicheres Kulturangebot zu unterstützen. Der Bund hat im Rahmen seiner Hilfsprogramme diesmal bessere Komponenten für die Kultur angekündigt, als es sie 2020 gab: Er sieht erstmals Ausgleichszahlungen für Soloselbstständige vor, einen Fonds zur Absicherung von Ausfallrisiken und Mittel zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Kulturveranstaltungen. Doch auch das wird allein nicht ausreichen, um auf die vielfältigen Problemlagen zu antworten. Wir haben deshalb aus der Erfahrung des ersten Kulturpakets und im Dialog mit vielen aus der Kulturbranche ein Paket geschnürt, das die Hilfen des Bundes möglichst bedarfsgerecht ergänzt und eigene Akzente setzt.“

„Kultur verbindet! Diese Eigenschaft ist auch und gerade während der Corona-Pandemie ein bedeutender Aspekt des gesellschaftlichen Miteinanders. Im Moment müssen wir jedoch eine soziale Distanz pflegen, um uns vor Infektionen zu schützen. Somit können wir nicht in gewohnter Form Kulturangebote nutzen. Darum ist es in dieser herausforderungsvollen Zeit besonders wichtig, dass die Kulturschaffenden in Hessen mit Kreativität und Innovationskraft das Beste aus der Situation machen können. Dies gilt 2021 weiterhin. Deshalb helfen wir als Land dabei, die Vielfalt des Kulturlebens auch unter Pandemiebedingungen zu erhalten: Unser Kulturpaket geht in die zweite Runde!“, ergänzt Finanzminister Michael Boddenberg. „Wie schon beim ersten Kulturpaket setzt Hessen auch jetzt wieder auf gezielte Angebote, die Hilfen des Bundes nicht etwa kopieren oder gar mit ihnen konkurrieren, sondern sinnvoll Lücken schließen. Wichtig für Soloselbstständige ist, dass wir ihnen mit den Brückenstipendien eine finanzielle Hilfe bieten können, die nicht auf die Überbrückungshilfe des Bundes angerechnet wird. Dieses Kulturpaket zeigt, dass Hessen seine Verantwortung für die Kultur lebt.“

Die Bestandteile des Kulturpakets II im Einzelnen:

Vielfalt der Kultureinrichtungen bewahren: Das Spielstättenprogramm im ersten Kulturpaket hat Einrichtungen auf dem Weg in die erste Wiedereröffnung unterstützt. Jetzt sind sie erneut geschlossen und werden zunächst nur mit Einschränkungen wiedereröffnen können. Deshalb legen wir ein Programm zur Liquiditätssicherung von Theatern, Kinos und Musikspielstätten auf. Es zielt im Kern darauf ab, die Mindereinnahmen auszugleichen, die bei kulturellen Veranstaltungen mit eingeschränkten Publikumszahlen entstehen, so dass es sich für Spielstätten eher lohnt, auch für weniger Zuschauerinnen und Zuschauer zu öffnen. Es soll Bundesprogramme wie etwa die Überbrückungshilfen III und das angekündigte Zukunftsprogramm Kino III ergänzen, die eine ähnliche Zielrichtung haben, aber die Lücken nicht vollständig füllen werden. Es lehnt sich an Modelle etwa in Bayern und Nordrhein-Westfalen an. Um auch jenen Spielstätten zu helfen, die im Sommer ohnehin eine schwache Einnahmesituation haben, bezieht das Programm diese kritische Phase bis September mit ein. Vorgesehen sind 10 Millionen Euro, das Programm startet, sobald die Bundeshilfen konkret bekannt sind.

Künstlerische Arbeit ermöglichen und Strukturen stärken: Die Arbeits- und Projektstipendien des ersten Kulturpakets haben vielen Künstlerinnen und Künstlern geholfen, ihre Arbeit fortzusetzen. Der Bund plant mit der Neustarthilfe erstmals eine Unterstützung von Soloselbstständigen, die vielen Kreativen helfen wird, aber immer noch Lücken aufweist beispielsweise für Künstlerinnen und Künstler, die Selbstständigkeit, befristete Engagements und Teilzeit-Anstellung verbinden. Das neu konzipierte Brückenstipendium ergänzt diese Mittel, soll Lücken schließen und baut den Kulturschaffenden eine finanzielle Brücke in die Zeit nach der Pandemie. Das Stipendium wird allen freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern offenstehen, unabhängig von einer Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK). Insgesamt 3.600 Stipendien à 2.500 Euro werden über die Hessische Kulturstiftung vergeben, die bereits beim ersten Kulturpaket ihre Erfahrungen eingebracht hat und von vielen Antragstellenden gelobt wurde. Es vereint die niedrige Schwelle der Arbeitsstipendien aus dem ersten Kulturpaket mit der Idee des Projektstipendiums, innovative Projekte zu fördern. Sie sollen einen inhaltlichen Bezug zu Fragestellungen der Pandemie haben, der Vorbereitung von Projekten für nach dem Lockdown dienen oder auch den Ausfall von Engagements und Aufträgen ausgleichen.

Weil zudem die Verbände der Branche wichtige Ansprechpartner sind, um Einrichtungen und Kunstschaffende im Umgang mit den vielgestaltigen Hilfsprogrammen zu beraten, stärken wir die Verbandsstrukturen mit einem Corona-Bonus Beratung. Das soll die Verbände in ihrer Arbeit unterstützen und ihnen helfen, auch Kulturschaffende zu beraten, die nicht bei ihnen Mitglied sind. Dafür sind 300.000 Euro vorgesehen. Für Stipendien einschließlich Abwicklung sowie den Beratungs-Bonus stehen insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Sichere Räume schaffen: Ins Freie! Die Pandemie lässt kaum Voraussagen für den Kulturbetrieb in Innenräumen zu, etwa in Theatern, Kinos und Konzertsälen. Freilichtveranstaltungen dagegen können im Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit unter Einhaltung der Hygieneregeln stattfinden. Unser Förderprogramm unterstützt den Aufbau neuer und die Erweiterung bestehender Open-Air-Spielstätten sowie pandemie-kompatibler Pop-Up-Spielstätten. Damit bekommen Künstlerinnen und Künstler Auftrittsmöglichkeiten, technisches Personal und Dienstleister erhalten Aufträge und das Publikum bekommt endlich wieder kulturelle Angebote. Ins Freie! soll im Februar für die Spielzeit Mai bis September starten; hierfür sind insgesamt 10 Millionen Euro vorgesehen.

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Corona zum Trotz – Jetzt bewerben für den Frankfurter Gründerpreis 2021!

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Obgleich in zahlreichen Branchen coronabedingt derzeit kein günstiges Gründungsklima herrscht und viele Selbständige in etlichen Bereichen wie Nonfood-Einzelhandel, Gastronomie, Kultur- und Veranstaltungsbranchen sowie in freien Berufen ums bloße wirtschaftliche Überleben kämpfen müssen, gibt es Branchen wie IT und digitale Dienstleistungen, in denen es häufig richtig gut läuft. Deswegen ruft die Wirtschaftsförderung Frankfurt allem Corona zum Trotz zur Bewerbung für den Frankfurter Gründerpreis 2021 auf. Startups, Gründerinnen und Gründer, die im Jahr 2020 im Frankfurter Stadtgebiet gegründet oder 2020 mit ihrem Kundengeschäft begonnen haben, sind eingeladen, sich bis zum 15. April zu bewerben.

Mit dem Frankfurter Gründerpreis möchte die Wirtschaftsförderung Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen bei der Umsetzung ihrer Gründungsideen unterstützen. Wirtschaftsdezernent Markus Frank betont: „Vor allem in der aktuellen Situation ist es wichtig, Unternehmen und ihre Ideen weiter zu fördern, um das Gründer-Ökosystem in Frankfurt am Main für die Zukunft nachhaltig zu gestalten.“ Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt und Vorsitzender der Jury, ergänzt: „Wir freuen uns auf die Gründerinnen und Gründer und sind gespannt, welche Ideen sie mitbringen“.

Der Frankfurter Gründerpreis wird seit nunmehr 20 Jahren verliehen. Damit zeigt sich das langfristige Engagement der Stadt Frankfurt am Main in die Förderung der hiesigen Gründer- und Startup Szene. „Für die Qualität des Frankfurter Gründerpreises und seine Juryarbeit steht die hohe Erfolgsquote“, berichtet Oliver Schwebel. Von insgesamt 75 Preisträgern seit dem Bestehen des Wettbewerbs (2001 bis 2020) sind noch über 80 Prozent am Markt. Einige Unternehmen haben umfirmiert oder wurden verkauft, zum Teil für zweistellige Millionensummen.

Der Wettbewerb zeichnet sich besonders durch seine Branchenoffenheit aus, denn jede Gründungsidee ist willkommen. „Ob Handwerk, IT-Startup, Kreativwirtschaft, FinTech- oder Einzelhandel: Die Bandbreite der Preisträger aus den vergangenen Jahren zeigt, dass jede Neugründung eine Chance bekommt“, unterstreicht Doris Brelowski, Leiterin des Kompetenzzentrums Existenzgründung der Wirtschaftsförderung Frankfurt, die Vielfalt des Wettbewerbs. Entscheidend für die Jury ist, dass eine gute Geschäftsidee auf einem soliden Businessplan und realistischer Selbsteinschätzung fußt. Herausragende Gründerinnen und Gründer zeichnen sich zudem durch besonderen Mut, Einsatzwillen, Durchhaltevermögen und Kreativität aus.

Zu gewinnen sind insgesamt 30.000 Euro Preisgelder. „Ebenso wertvoll und noch viel nachhaltiger als das Preisgeld ist der große Imageschub, den der Frankfurter Gründerpreis den Finalisten verleiht“, ergänzt Doris Brelowski. Die feierliche Preisverleihung im Frankfurter Römer ist für Ende August geplant.

Bewerben ist ganz einfach. Auf http://www.frankfurt-business.net oder unter http://frankfurt-business.net/existenzgruender/frankfurter-gruenderpreis/ sind die Bewerbungsunterlagen zum Download zu finden und können bei der Wirtschaftsförderung Frankfurt per E-Mail, per Post oder persönlich eingereicht werden. „Alle Fragen rund um das Bewerbungsverfahren beantworten wir gerne im persönlichen Gespräch – ob am Telefon oder auf unserer Informationsveranstaltung“, versichert Doris Brelowski. Eine Online-Informationsveranstaltung für interessierte Bewerber findet am Dienstag, 23. März, um 17 Uhr statt. Für alle Fragen vorab steht die Wirtschaftsförderung gerne zur Verfügung.

Der Frankfurter Gründerpreis ist eine Initiative der Stadt Frankfurt und der Wirtschaftsförderung sowie der Frankfurt University of Applied Sciences. Seit 2001 wird der Preis jährlich an herausragende Gründer aus dem Frankfurter Stadtgebiet verliehen. In der Jury wirken neben Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung auch Gründungs- und Fachexperten sowie ehemalige Preisträger mit. Organisiert wird der Wettbewerb von der Wirtschaftsförderung.

Medienpartner des Frankfurter Gründerpreises 2021 sind F.A.Z. Business Media, Journal Frankfurt, Radio Frankfurt 95.1 und rheinmaintv.

Kontakt: Doris Brelowski, Leiterin Kompetenzzentrum Existenzgründungen, Wirtschaftsförderung Frankfurt, Telefon 069/212-36211, E-Mail doris.brelowski@frankfurt-business.net

Kulturinitiative 21: Monatlich 1180 Euro Coronahilfe jetzt!

Foto: Diether v. Goddenthow
Foto: Diether v. Goddenthow

Darmstadt, 27. Januar 2021. Das PEN-Zentrum Deutschland unterstützt die Forderung der Kulturinitiative 21 an die deutsche Politik, Soforthilfen für Solo-Selbständige, Freiberufler und Künstlerinnen um pauschal 1.180,00 € pro Monat als Lebenshaltungskosten für den Zeitraum der Pandemie und ihrer Folgen im Soforthilfeprogramm „Neustart Kultur“ nachzubessern.

„Die Initiatoren stellen drei konkrete Forderungen:

1) Ein vorbehaltloses Fixum von monatlich 1.180 Euro für die Solo-Selbständigen, Freiberufler:innen und Künstler:innen zuzüglich Familien- bzw. Kinderzuschläge plus Betriebskostenausgleich ab 1.1.2021 bis mindestens 31.12.2021 bei optionaler Ausweitung entsprechend des Verlaufes der Pandemie und ihrer nötigen Einschränkungsmaßnahmen;

2) eine zunächst vorübergehende Neuregelung für multidimensional Solo-Selbständige, deren Umsätze nicht zu mindestens aus 51% selbständiger Tätigkeit generiert werden;

3) eine umgehende, ggf. befristete gesetzliche Neuregelung bei der Künstlersozialversicherung (KSK) hinsichtlich existierender Geringfügigkeitsgrenzen und monatlicher Hinzuverdienstmöglichkeiten aus nicht-künstlerischer Tätigkeit.“ (Kulturinitiative21, verdi)

Weitere Infos: Kulturinitiative 21: Monatlich 1.180 Euro

Corona-November- und Dezemberhilfe – Überbrückungshilfe II

Novemberhilfe: Komplette Auszahlung kann starten +++ Antragsfristen verlängert: Überbrückungshilfe II 31. März 2021, November- und Dezemberhilfe 30. April 2021 

 

Corona-November- und Dezemberhilfe

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes unterstützt Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen temporär geschlossen wird.

Um die November-und Dezemberhilfe zu beantragen, wenden Sie sich bitte an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine vereidigte Buchprüferin oder einen Buchprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.

Soloselbständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können mit dem Direktantrag im eigenen Namen (ohne prüfenden Dritten) bis 5000,- Euro beantragen.

Die Antragsfrist wurde verlängert bis zum 30. April 2021.

Überbrückungshilfe II

Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschuss bei Corona-bedingten Umsatzrückgängen.

Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können bereits gestellt werden.

Um Überbrückungshilfe zu beantragen, wenden Sie sich bitte an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine vereidigte Buchprüferin oder einen Buchprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.

Die Antragsfrist wurde verlängert bis zum 31. März 2021.